Panik oder Hoffnung?

Als Greta Thunberg der Welt nahelegte, in Panik zu geraten, war im Hintergrund dieses Appells paradoxerweise die Hoffnung zu ahnen, daß nur eine ihren Untergang  vor Augen sehende Menschheit in der Lage sei, das brennende Haus rechtzeitig zu verlassen, wenn schon nicht zu löschen. Die ruhig in ihren Betten Bleibenden würden verbrennen. Und wenn gar niemand das Inferno ernst nehmen wolle, alle die Schreie der schon Brennenden für Hysterie hielten, weil es für dem Untergang bisher kein Paradigma gab, sei eben das Schicksal der Spezies wie das der Koalas besiegelt.

Gretas Panik-Formel hat, ohne daß sie wahrscheinlich davon weiß, prominente und sehr seriöse Vorbilder. Vom Dichter Christian Dietrich Grabbe (1801-1836) ist der Satz überliefert „Nur Verzweiflung kann uns retten“, und Martin Heidegger, dessen Philosophie von einer radikalen Gottlosigkeit geprägt ist, sagte in einem berühmten SPIEGEL-Interview: „Nur ein Gott kann uns retten“, was nichts anderes bedeutet als: Wir sind nicht zu retten. Das war 1966. Es tobte der Kalte Krieg und über der Welt hing wie heute die Bombe, aktuell verschärft durch das „Klima“.

Das Erdzeitalter, in dem das geschieht, nennt man inzwischen das Anthropozän. Der Mensch prägt darin die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse des Planeten, für den es keine Migrations-Alternative gibt. Er vernichtet durch sein Handeln die Tierwelten und, selbst ein Tier, am Ende durch Vernichtung der Lebens-Ressourcen seine eigenen Lebensgrundlagen. Und er weiß, daß es so ist. Dabei gerät er wie der Raucher, der um den drohenden Krebs weiß, in das Dilemma, das die Psychologie die „kognitive Dissonanz“ nennt. Wir können unsere Einsichten nicht in Handeln umsetzen, selbst wenn es ums Überleben geht. So wie jeder von uns sich seinen Tod nicht vorstellen kann und von einer quasi Unsterblichkeit ausgeht.

Die prominenteste Form dieses Widerspruchs ist der religiöse Glaube. Als christlicher etwa verspricht er nach dem irdischen Jammertal das Paradies jenen, die glauben. Zentrale Figur ist der „Retter“ oder „Heiland“ oder „Messias“, also einer, der durch seine Tat das Paradox, das Dilemma aufhebt. Wer an ihn glaubt, fühlt sich nicht dem Prinzip Verzweiflung, sondern dem „Prinzip Hoffnung“ verpflichtet. Dies ist der Titel des Hauptwerks des Marxisten Ernst Bloch, der seine messianische Hoffnung nicht auf Jesus Christus projizierte, sondern auf den Kommunismus, der Bloch zufolge sehr viel mit den Grundgedanken des Nazareners zu tun hat: Nächstenliebe, Solidarität, Gerechtigkeit. Aber wie seit den ersten Staatschristen im römischen Reich die Prinzipien des Stifters verraten und in ihr Gegenteil (die welterobernde Kirche) verkehrt wurden, so trieben es die realexistierenden Kommunisten der Sowjetunion und ihrer Vasallen mit den Einsichten ihres Ersatzgottes Karl Marx, indem sie die Kirche des „Dialektischen Materialismus“ (DIAMAT) mit dem Dogma der Unfehlbarkeit gründeten.

Geblieben ist vom „Prinzip Hoffnung“ des Ernst Bloch der Optimismus des Donald Trump, wie er ihn in Davos kürzlich formulierte: „Dies ist eine Zeit des Optimismus. Gemeinsam werden wir unsere Nationen stärken, unsere Länder sicherer, unsere Kultur reicher, unsere Menschen freier und die Welt schöner als je zuvor machen.“

Wir werden des erleben.

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Brauchen wir wieder Tabus ? (2) – oder: darf man auf „alte Umweltsäue“ mit dem Finger zeigen?

Gibt es Grenzen, Tabus, die jedes Kind, jeder Radio-Sender beachten muß, will es, will er nicht den unbändigen Zorn einer ganzen Generation provozieren, der Generation der Babyboomer nämlich? Diese Generation oder die für sie stehenden Großmütter, als „Schweine“ resp. „Säue“ denunziert  (wie es jetzt im WDR geschah), will und kann nicht hinnehmen, daß heutige Grün-Schnäbel der Boomer und ihrer Nachkommen segensreiche Wühltätigkeit in der Erde quasi mit dem Tun einer riesigen Schweineherde vergleichen. Obwohl dies ganz so abwegig nicht ist. Dabei muß entschuldigend hinzugefügt werden: Schweine folgen einem natürlichen Freß-, Wühl und Fortpflanzungstrieb und wissen nicht, was sie tun.

Natürlich sind die „Omas“ nicht die lieben Großmütterchen, die den Fridays-for-future-Enkeln abends nach der Demo von der guten alten Zeit erzählen, als das Fliegen ein Luxus für Wenige war. Gemeint sind offenkundig jene, denen ihr heutiger Wohlstand die Religion ersetzt, an die wiederum ihre Omas noch die Lebenszufriedenheit hängen konnten, wären da nicht die blöden Kriege gewesen. Jetzt haben wir über 70 Jahre Frieden und diese wunderschöne Auto- und Flieger-Republik, in der sich auch die Jungen wie Maden im Speck dem Konsumismus hingeben, den ihnen die Eltern als Maxime frei nach Kant in die Wiege legten: Zeige dich stets so, daß deine Nachbarn sich anstrengen müssen, um zu haben, was du hast. Dies werde zum wachstumsfördernden Gesetz.

Und plötzlich sind da diese Rotznasen, angeführt von einer griesgrämigen Göre mit Dachschaden, die uns alles vermiesen will, woran wir unser Lebensglück gehängt haben. Gottseidank gibt es die Herren Gauland, Meuthen und Höcke, die Damen Storch und Weidel, deren Macht unaufhaltsam wächst und die uns schützen werden vor Wahn und Hysterie rot-grüner Fanatiker. Wir halten uns an die Weltsicht der AfD und an das Lied „Wir werden weiter konsumieren, bis alles in Scherben fällt…“ , denn dann sind wir ja schon tot, wenigstens die meisten. Die Fanatiker aber, die auch jenen Kinderchor manipuliert, die kleinen Sänger mißbraucht haben, sollen solange ihre Tofus, ihr Grünzeug und ihr Dinkelbrot kauen, während wir fröhlich unsere letzten Jahre auf den Malediven und auf Hawaii verbringen.

Die nächste Arche kommt bestimmt, meint der Herr Lindner von der FDP, wenn er von „technischen Innovationen“ spricht, mit deren Hilfe die Krise, wenn es denn eine ist, von einem genialen neuen Noah bewältigt wird.  Und wenn es auf der neuen schönen Erde dann keine Koalas (die verbrennen gerade in Australien) und keine Eisbären (die ertrinken gerade in der eisfreien Arktis) und überhaupt nur die nützlichen Tiere (Rinder, Schweine, Hühner, Streicheltiere aller Art) gibt, wird man die Ausgestorbenen so wenig vermissen, wie man die Saurier in der Landschaft vermißt, haben wir doch die schönen Bilderbücher und Videos, in denen sie aufbewahrt werden.

Fazit: Die an den Pranger gestellten „Umweltsäue“ sind keine Klimaschädlinge, sondern eine lebensfrohe Untergruppe der Gattung Homo mit einem natürlichen Trieb zum Konsum und zum Spaß und zu niemandes Schaden. Gegen sie mit Hilfe unschuldiger Kinder zu hetzen, bedroht nicht nur den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, sondern entzieht ihr die Triebkräfte jener Dynamik, die einst das Wirtschaftswunder möglich gemacht haben. Eine trostlosere Welt als eine, in der Autokolonnen mit 130 über Autobahnen schleichen, ist nicht denkbar.

Es lebe die Oma, die mit ihrer Honda und 250 km/h den Hühnerstall ins Fliegen bringt! Sie könnte bald den „Spirit of Ecstasy“ ersetzen, der bisher als Symbol automobiler Herrlichkeit die Rolls-Royce-Kühler schmückte.

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Brauchen wir wieder Tabus?

Eine mehr als merkwürdige Debatte wabert durch das Land – ob nämlich diese Gesellschaft eine sei, in der man „alles“ sagen dürfe. Oder ob es eine geheime Zensur gäbe mit noch mehr Rede- und Denkverboten als etwa damals in der DDR. Unumstritten scheint: Es gibt Grundregeln für ein friedliches Zusammenleben der Menschen, die etwa krasse Beleidigungen, wie sie jüngst Renate Künast ertragen mußte, ausschließen, dennoch aber von Richtern nicht geahndet werden. Man kann also sogar mehr sagen, als eigentlich dem Gemeinwesen zuträglich ist. Jenseits solcher persönlicher Attacken, die mit „Wahrheit“ oder „Lüge“ nichts zu tun haben, sondern nur eine Person verletzten wollen, gibt es anscheinend wenig, was man nicht schreiben oder sagen darf vor Ohren anderer. Oder?

Wie ist es etwa mit der „Auschwitzlüge“? Welchen Sinn macht es, jemand zu bestrafen, der gegen jede Evidenz sagt, er glaube nicht, daß die Erinnerung noch lebender Opfer des Holocaust, daß die Forschung der Historiker, daß das überwältigende Bild- und Schrift-Material irgendeine Beweiskraft haben könne? Es macht keinen Sinn. Jemand, der glaubt, die Erde sei flach, obwohl es Bilder von der Erdkugel gibt, wird auch nicht bestraft. Er scheint ungefährlich, wenn auch oder weil keinem Argument zugänglich. Dem Holocaust-Leugner aber hat der Gesetzgeber wohl zugetraut, daß er im Volk der Mörder Schaden anrichten könne, wo es noch genügend Menschen gebe, die sich der Wahrheit des Völkermordes verschließen möchten, weil es ihr Selbstbild und das der Väter beschmutzt. Ist solche Selbstenthirnung der Leugner aber eine Straftat? Abermillionen Menschen laufen doch herum, die die Forderung Immanuel Kants, man möge sich seines eigenen Verstandes bedienen, als Zumutung empfinden. Soll man ihnen das Wahlrecht entziehen, auch wenn der Nicht-Entzug schon die AfD und einstmals die NSDAP zur Folge hatte? Vielleicht…

Ein Staat wie die Bundesrepublik, deren Repräsentanten sich die Holocaustleugnung als Straftat haben einfallen lassen, traut unter den Voraussetzungen der Demokratie seinen Bürgern offenbar nicht, ja er traut ihnen im Grunde die Zerstörung der nach 1945 mühsam aufgebauten Ordnung zu, indem sich das radikal Böse wiederholt. Er geht davon aus, daß die Zivilgesellschaft bedroht ist von zuweilen formal intelligenten Individuen, manche mit Professorentitel, deren Weltbild mit dem Untergang des Dritten Reiches gleichfalls untergegangen schien, aber de facto nicht ist. Der Schoß, aus dem das kroch, ist nach des Dichters hellsichtigen Worten und nach Ansicht des Gesetzgebers, anscheinend wohl noch fruchtbar genug, um  dagegen die ebenso irrationale Schutzmauer von Tabus aufrichten zu müssen: Frag nicht, pariere!

Wir leben, wie sich in den USA und auch in Großbritannien zeigt, im post-rationalen Zeitalter, also in einem Mittelalter mit anderen, überwiegend säkularen Vorzeichen. Die Massen, die mit leuchtenden Augen dem „politischen Triebtäter“ (Ferdos Forudastan im TV) im Weißen Haus zujubeln „Four more years!“, die in Brasilien Jair Bolsonaro als den zukünftigen Vernichter ihrer Lebensgrundlagen an die Spitze ihres Staates stellen – diese gefährlich urteilsunfähigen Massen erhielten im Internet-Zeitalter eine Waffe, gemischt aus Dummheit und Gewaltbereitschaft, deren Zerstörungskraft die der Hitlerschen Armeen übertrifft. Sie wählen gegebenenfalls unser aller Untergang. Und sie dürfen das.

Man mag in den tiefsten Tiefen des kollektiven Unbewußten des christlichen Abendlandes eine Art Blaupause dieser Vermischung von Wirklichkeitsverleugnung und damit verbundener Machtausdehnung vermuten, die wir jetzt in einem taumelnden Planeten als Bewußtsein vorfinden. Sigmund Freud erkannte in den Massen der Weltkriege einen „Todestrieb“ und fand ihn dann überall in der menschlichen Geschichte, die ein permanenter Kriegszustand gewesen ist. Manchmal blitzten zaghaft gegenteilige Erkenntnisse auf wie die des Jesus von Nazareth, nur durch konsequenten Gewaltverzicht ließe sich das Ende der Spezies verhindern. Aber leitbildhaft überlebte nicht der revolutionär neue Gedanke von Liebe und Gewaltlosigkeit, sondern die Figur des Helden, Heilands, des Retters, der die Feinde vernichtet und irgendwann – ganz sicher! – erscheinen wird: der Messias. So konterkarierte die Kirche seit ihrer Entstehung die Essenz der Botschaft dessen, auf den sie sich beruft. Er durfte nicht wie jeder andere getötet worden sein, sondern mußte als Held wiederkommen und „das Böse“ ausrotten. Also erfand man „Auferstehung“ und Parusie, die „Wiederkunft“ des Messias als Held. Auf die wird nun also seit Jahrhunderten gewartet. Samuel Beckett hat darüber ein Stück geschrieben: „Warten auf Godot“  – auf den Mann mit weißem Bart, der nichts tut.

Im christlichen Auferstehungsglauben, in dem jedwede Evidenz geleugnet und der Vernunft ihr Suizid zugemutet wird – sacrificium intellectus nannte man das –  findet sich das Modell für alle Fake News der nachfolgenden Geschichte. Mit dieser grandiosen Falsch-Nachricht hatte Paulus, nicht der qualvoll verendete Jesus, seine die Welt umstürzenden Erfolge. Wir werden auferstehen wie jener Christus, wenn wir an ihn glauben, hatte den Menschen der wirkungsmächtigste aller Missionare versprochen. Und begeistert folgten sie ihm. So funktionieren die von Todesangst und Höllenfurcht Zerfressenen bis heute. Es geht bei den existentiellen Ängsten und ihre Beschwichtigung nicht um Argumente, gar um „Wahrheit“.

Daß den Fake-Produzenten das Propagieren ihrer „alternativen Wahrheit“ heutzutage verboten wird, ist eine in AfD-Kreisen verbreitete Behauptung ohne empirischen Beleg. Das Christentum fand in seiner gewalttätigen Gestalt zur Weltgeltung trotz der intellektuellen Zumutung seiner Botschaften. Je absurder, um so überzeugender. Je unübersehbarer die Lügen Trumps sind, um so mehr schmieden sie seine Follower zusammen. Das gleiche gilt für Björn Höcke und Konsorten. Jeder darf heute sagen, was er will, sogar Greta (und der DREYZACK). Ihre wissenschaftsgestützte Wahrheit wird aber nicht helfen, nicht die Wende erzeugen, denn diese Wahrheit wie die vom Tode des erhofften Messias ist zu schmerzhaft, als daß man sie akzeptieren könnte. Wir können das Leben nicht ändern, das wir ändern müssen. Also muß Messias-Christus leben als kommender Held und Trump wiedergewählt werden und Höckes AfD sich in der Sonne ihres Erfolges räkeln. Alle positionieren sich als Retter jener Erde, die weniger vom Klimawandel bedroht ist als von Sünde und Gender-Theorie.

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Spiegel-Rassismus

„Blackfacing“ ist Rassismus. So kann man es hören und lesen. Wer sich als Nicht-Schwarzer zu Karneval oder Halloween das Gesicht schwarz anmalt, ist demzufolge Rassist. Einer also, der die Minderwertigkeit bzw. Überlegenheit von Menschengruppen an ihrer Hautfarbe festmacht. Ein solcher Rassist war vorgeblich Justin Trudeau, der kanadische Ministerpräsident, als er vor einigen Jahren auf einem Kostümfest als Afrikaner auftauchte – mit schwarzem Gesicht. Das hätte ihn Jahre später fast den Wahlsieg gekostet. Trudeau zeigte sich zerknirscht und bereute. Fast zu spät.

Eine der Begründungen für das Blackfacing-Verbot ist der Vorwurf, als Angehöriger einer dominanten und privilegierten Mehrheit mache man sich lustig über eine ehemals versklavte und immer noch entrechtete Minderheit. Ursprung solcher Belustigung auf Kosten anderer waren die „Ministrel-shows“ in den USA des 19. Jahrhunderts, auf denen schwarz angemalte Weiße mit albernen Späßen rassistische Klischees bedienten, an die sich aber heute kam jemand erinnert. Daß in diesem „Beschützen“ der Schwarzen vor der Verhöhnung durch Weiße schon weiße paternalistische Anmaßung steckt, blieb verborgen.

In diesem Herbst war es in den Niederlanden der „Swaarte Piet“, der heutige Kritiker der ehemaligen Sklaverei, an der Holland sich ehemals rege beteiligt hatte, auf den Plan rief und unangenehme Erinnerungen an die sklavenhalterische Vergangenheit erzeugte. Es meldete sich offenbar das lange verschüttete schlechte Gewissen der Sklavenhalter-Enkel, die nun gute Menschen sein wollten und die Sklavenhalterzeit vergessen. Sie geben jetzt den liberalen Christenmenschen, um ihr eigenes verbliebenes heimliches Rassisten-Sein vor sich selbst so gut es geht zu verbergen. Verdrängen und Vergessen scheint die Parole, denn Schwarzsein ist für Schwarze offenbar ein unverschuldeter Makel, nicht hinnehmbar. Also gibt es keine schwarze Haut. Erst recht keine aus Schuhcreme. Credo der selbsternannten Anti-Rassisten: Es gibt gar keine „Rassen“.

Besonders problematisch wird es im Bereich der Kultur, des Theaters, der Oper. Da gibt es etwa in der Oper „Der Rosenkavalier“ einen kleinen schwarzen Jungen, Mohammed mit Namen, der sonst weiter nichts zu singen, sondern nur dienende Funktion hat, etwa am Ende ein fallengelassenes Taschentuch aufhebt. Die Oper spielt im 18. Jahrhundert. Mohammed oder seine Eltern kamen wahrscheinlich nicht freiwillig nach Wien. In modernen Inszenierungen traut sich kein Regisseur mehr, ihn schwarz sein zu lassen, als wolle man nicht mehr wahrhaben, daß Schwarze einmal als „Diener“ in hochherrschaftlichen Häusern ausgebeutet wurden. Das sollten wir besser vergessen. Auch könnten schwarze Menschen durch den Anblick des schwarzen Domestiken traumatisiert werden. Soviel Empathie mit schwarzen Seelen!

Geradezu zerstört man das weiße Kunstwerk, wenn Othello, der „Moor of  Venice“, in Shakespeares Tragödie oder Verdis Oper plötzlich hellhäutig wird, kein „Moor“ mehr sein darf. Dann ist Othello nicht mehr der gehaßte Außenseiter in der rassistischen zyprischen Gesellschaft, der gleichwohl zum Verdruß seiner Umgebung die Liebe einer weißen Frau gewann, sondern ein durchgeknallter Macho mit unbedingtem Besitzanspruch, der auf eine dämliche Intrige hereinfällt und die geliebte Frau erwürgt. Ein Psychopath, dem Mitleid, dessen der schwarze Othello gewiß sein darf, nicht gebührt. Sinn, Psychologie, Glaubwürdigkeit des Stückes sind dahin. Als Rassist demaskiert sich hier eigentlich der Regisseur, der die Qual dessen, der nicht glauben kann, diese schönen Frau und ihre Liebe als Schwarzer zu verdienen, ausblendet und damit den Rassismus der weißen Zyprer. Mit der Eliminierung des schwarzen Othello verschwindet auch der Rassismus der Zyprer und die Erinnerung an die Sklavenhalterkultur, und alle sind zufrieden.

Die politisch Überkorrekten sind also, könnte man vermuten, Rassisten aus schlechtem Gewissen.  Sie wollen vergessen machen, was als Wunde in der Geschichte der Täter genau so schwärt wie in der der Nachkommen der Sklaven. Den Nachkommen der Herren ist, wenn man ihre Begründungen genau liest, in Wahrheit wie ihren Vorfahren das Schwarzsein ein Merkmal der Minderwertigkeit , wenn etwa  „dominanten Gesellschaftsgruppen“ (also den Weißen) in Begründungen des Blackfacing-Verbots die Überlegung nahegelegt wird, „daß schwarze Menschen die Hautfarbe oder Haarstruktur nicht nach Belieben auf und absetzen können“. Dagegen wäre zu fragen: Warum sollten sie? Natürlich könnten sich die Whitefacen wie es Michael Jackson versuchte. Aber ginge es ihnen dann besser?

Solange, wie kürzlich geschehen, eine schwarze Schönheitskönigin (die Transgenderfrau Jezebel Barbie Royale) sich darüber wundert, daß sie auch von Weißen als die Schönste gewählt wurde, solange schwarze Menschen (wie auch Angehörige anderer diskriminierter Gruppen) ihren Selbsthaß, der ihnen einmal eingeschrieben wurde, nicht überwinden, wird der paradoxe, der gespiegelte Rassismus – ich blicke in den Spiegel und erkenne meine „Häßlichkeit“ –  nicht verschwinden. Lange teilten ihn Frauen und Juden, indem sie insgeheim die Herrschaftsstruktur des weißen christlichen Patriarchats akzeptierten als eine quasi göttliche. Gott ist eben ein weißer Mann. Er schuf den weißen Mann als sein Ebenbild. Der Rest ist minderwertig seitdem – Frauen, Afrikaner, Asiaten. Und die, die das auch  insgeheim glauben, sich aber selbst ihren verborgenen Rassismus übelnehmen, wollen zumindest das Schwarze aus der weißen Kultur eliminieren. Othello soll ergo lieber weiß sein, auch wenn er dann ein Verbrecher ist, kein Opfer einer weißen Intrige, einer systemischen Unmenschlichkeit. Die Sklaverei darf es nicht gegeben haben, denn die Erinnerung an sie traumatisiert heutige schwarze Menschen. Es ist eben beschämend, Nachkomme von Sklaven zu sein.

Der Vergleich mit den Holocaust-Leugnern mag erlaubt sein. Die Leugnung ist zwar Aberwitz, aber ihre Anhänger brauchen ihn, um ihr Selbstbild als Nachkommen angeblich kultivierter Menschen, die kurzzeitig verirrt zu Bestien mutierten, nicht zu beschmutzen.  Eine Umdeutung der Geschichte und ihrer Ausläufer in die Gegenwart führt zu einer Verfälschung um des guten Gewissens und eines menschlichen Selbstbildes willen.

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Verschleierter Griff nach der Macht

Die Hüter der Verfassung haben ein neues feindliches Objekt entdeckt. Sie gaben ihm den Namen legalistischer Extremismus. Burkhard Freier vom NRW-Verfassungsschutz gab der FAZ eine Definition: „Bewegungen, deren Ideologie verfassungsfeindlich ist, die auf dem Weg, den Staat und die Verfassung zu verändern, aber regelmäßig nicht Gewalt anwenden“. Sie dringen also nicht mit Maschinengewehren in Konzerthallen ein, überfahren keine Menschengruppen mit Lastwagen und sprengen sich nicht selbst in die Luft. Die verbreitetste Spielart jener quasi geräuschlosen, unblutigen Machterwerbungs-Strategie ist der legalistische Islamismus, konkret: die Muslimbruderschaft. Sie schleuse etwa, erläutert Freier, in Deutschland „einen politischen Islam besonders in den muslimischen Teil der Gesellschaft ein, den die Gesellschaft und die Muslime häufig selbst nicht richtig erkennen“. Sie wollten natürlich „keine Demokratie in unserem Sinn errichten, sondern einen Staat, in dem die Gesetze der Scharia gelten“.

Die Bruderschaft haben ohne Zweifel ein ehemaliger Bundespräsident und die noch amtierende Kanzlerin nicht gemeint, als sie erklärten, der Islam gehöre zu Deutschland. Dieser andere Islam sei nämlich, so die heutige Experten-Ansicht, als „politischer“ böse, der „religiöse“ sei aber eine Art Christentum, werde in ihm doch sogar Jesus verehrt. Und der religiöse sei nun mal vom Grundgesetz geschützt wie Religion überhaupt, habe also infolgedessen in Deutschland ein Bleiberecht. Was soll man dagegen sagen, will man nicht als Islamophobiker enttarnt und in eine Reihe neben die AfD gestellt werden?

Man kann z.B. auf die Selbstbeschreibung der höchsten islamischen Geistlichkeit verweisen, wonach jene Trennung von politisch und religiös unislamisch ist, ein weltliches Gesetz neben der Scharia nicht existieren darf und ergo auch keine Demokratie, wie sie das Grundgesetz definiert, nämlich mit jener Gewaltenteilung, die Allah, der einzige Herrscher, nicht dulden kann. Die Menschen haben sich unter sein Gesetz zu beugen. Dann ist alles gut und alle kommen in den Himmel. Wenn nicht, dann in die Hölle. Ganz einfach.

Jetzt könnte man einwenden, auf diese Weise grenze man die unter uns friedlich lebenden Muslime aus, und das sei entweder à la Pegida oder AfD und sei erst recht undemokratisch. Leider ist gegen die Islamkritik der AfD wenig einzuwenden, wenn sie nicht diesen ausgrenzenden Effekt hätte, weshalb auch zuweilen von „Rassismus“ die Rede ist, wenn Islamkritik gemeint ist. Man kann ja auch den friedlichen Muslimen und ihren verschleierten Frauen keine Säkularisierung aufnötigen. Höchstens kann man, wie die Verfassungsschützer empfehlen, sie schulen und aufklären, damit sie auf die Sirenentöne der legalistischen Muslimbrüder nicht hereinfallen. Wie soll das aber gelingen, wenn selbst Wulf und Merkel schon darauf hereingefallen sind und gemeint haben, Religion sei überall gleich Religion und eben nicht Politik?

Was nun die AfD betrifft, so liegt das Pikante und Brisante drin, daß ihre Strategie nachgerade von den legalistischen Islamisten abgekupfert zu sein scheint und so dem legalistischen Extremismus zugeordnet werden muß. Die Partei ist ein Wolf mit viel Kreide im Bauch. Ihre Wähler – auch da wird viel verharmlost – sind keine irregeleiteten Unschuldstrottel, sondern sie gehören zu einem ehernen autoritär-reaktionären Grundbestand fast aller Völker auch im demokratischen Westen. Die „illiberale Demokratie“ (Viktor Orban), in der sie gerne leben möchten, hat die Schwelle zur faschistischen bzw. stalinistischen Diktatur so weit abgesenkt, daß sie im Krisenfall, etwa angesichts einer wirklichen oder künstlich erzeugten Bedrohungslage, leicht überschritten werden kann. Ein Trump-Anhänger etwa erläuterte im TV zur Frage, was man gegen ein Impeachment tun könne mit vorgeschobenem Kinn kurz und knackig: „Guns“. Es wäre nicht der erste Bürgerkrieg in den USA, aber eben nicht im Sinne des legalistischen Extremismus, sondern sozusagen old school. Trump selbst, den die Welt seit drei Jahren ertragen muß, könnte durchaus als legalistischer Extremist angesehen werden, also bis jetzt noch vor der Schwelle zur Gewalt stehend, ist er doch demokratisch gewählt und bewegt sich innerhalb von Grenzen, die die Mehrheit (?) der Amerikaner bereit ist, ihm zuzugestehen. Wird das aber so bleiben?

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Das toxische Ypsilon

Für die AfD ist das männliche Geschlecht im Zeitalter von Gender-Mainstreaming das verfolgte und diskriminierte. Die katholische Kirche ihrerseits wehrt sich seit ihrer Entstehung ganz im Geiste der heutigen „Alternativen“ gegen Verführung zur Sünde durch das Weib und begreift das fehlende Y-Chromosom des weiblichen Geschlechts als den Faktor, der die Priester-Weihe von Frauen schlechthin verunmöglicht. Das fehlende Chromosom ist das Kennzeichen der Erbsünde, es verunreinigt das Weib, was sich in der Monatsblutung regemäßig offenbart.

Und jetzt kommt ein bekannter Kriminologe um die Ecke und behauptet: „Die Dominanz der Männer gefährdet das Überleben der Menschheit“. Der Mann heißt Christian Pfeiffer, war Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts in Niedersachen, dort auch Justizminister und wurde bekannt durch seinen Streit mit den Katholiken, die 2013 die Zusammenarbeit mit ihm an einer Studie über den Mißbrauch in der katholischen Kirche aufkündigten.

Pfeiffer hat jetzt ein Buch mit dem Titel „Gegen die Gewalt“ veröffentlicht. Gemeint ist die dem Ypsilon geschuldete männliche Gewalt, und zwar weit über das unmittelbar Physische etwa der Vergewaltigung, über individuellen Mord und Totschlag hinaus. Überall gehe zwar, so Pfeiffers Analyse, das Töten zurück, aber am wenigsten bei den Morden an Frauen. Unterdessen sei die Gewalt zunehmend politisch geworden und habe sich in Männern wie Trump und Bolsonaro inkarniert, verfleischlicht. „Typen wie Trump und Bolsonaro,“ schreibt Pfeiffer in FAZ.net, „sind eine Gefahr für die Menschheit geworden. Wenn solche Typen, die die Klimakrise für eine Erfindung der Wissenschaft halten, in die Überzahl kommen, dann Gnade uns Gott. Wir erleben in der Politik den Dominanz-Typus par excellence. Bei Vergewaltigungen geht es um den Dominanzanspruch der Männer, die glauben, Frauen hätten ihnen zur Verfügung zu stehen. Darüber hinaus geht es um die Dominanz der Männer, die glauben, alles, selbst die Natur müsse sich ihnen unterordnen.“

Genau diese Männer sind es, denen das Mädchen Greta ihr „How dare you!“ entgegenschreit. Deren Dominanz ist – so Pfeiffer – „die Hauptquelle all der Probleme, die uns Angst machen: Überbevölkerung, Terrorismus, Umweltverschmutzung, Klimakatastrophe. Es ist zu gefährlich geworden, den Männern das Heft in der Hand zu lassen, weil sie zu viel Schaden anrichten. Wer produziert denn Kriege? Machokulturen wie Taliban und IS. Die haben uns früher nur genervt, jetzt sind sie lebensgefährlich.“

„Jetzt?“ Sie waren es immer, muß man Pfeiffer entgegenhalten. Seit der Mensch eine Geschichte hat, war der männliche Krieg der Naturzustand, in dem er lebte. Das Patriarchat kann auf Jahrtausende zurückblicken, und es ist stolz auf seine Kulturleistungen, die, so die tradierte Meinung, vor allem dem Krieg entsprangen. Am Eingang der europäischen Literatur stehen die Gemetzel, die die „Ilias“ als Heldentaten feiert. Und von Anfang an dominierten und versklavten die Männer ihre eigenen Frauen wie die der Feinde. Die Schande des Christentums besteht auch darin, daß es diesen grausamen Gewohnheiten sich anschloß und vergaß, was sein Stifter an Neuem in die Welt gebracht hatte. Nicht zuletzt Freundschaft und Liebe zu den Frauen: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“ (Joh. 8,7). Sie waren nicht ohne Sünde, in keiner Weise, aber die Steine warfen sie unbeeindruckt weiter auf die, die sie als Sünderinnen identifiziert hatten. Und sie schichteten die Scheiterhaufen. So hatte sich der Rabbi das nicht vorgestellt.

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Lieber rot als tot … oder lieber umgekehrt.

Gegenwärtig findet an verschiedenen Orten in Deutschland, angeregt von ZEIT und FAZ, eine Dialogveranstaltung statt unter dem Label „Deutschland spricht„. Die Dialogbereiten, die sich angemeldet und vorab zu brisanten Themen schriftlich Stellung genommen hatten, wurden von einem Algorithmus so zu Paaren zusammengeführt, daß möglichst starke Gegensätze aufeinanderprallten. Daß die Klimadebatte dabei eine zentrale Rolle spielen würde, war zu erwarten gewesen.

In einer Diskussion zwischen zwei jungen Frauen kam es zu einer Zuspitzung nachgerade existentieller Dimension. Mit Blick auf die Langsamkeit demokratischer Meinungsbildungsprozesse bei gleichzeitiger Brisanz der Klimakrise, die auch aus Sicht der Wissenschaft schnelleres Handeln von Politik und Wirtschaft, Bauern eingeschlossen, verlangt, formulierte eine der Disputantinnen die Frage: „Würdest du lieber in einer Diktatur leben oder in einer Demokratie sterben?“ Im Hintergrund stand dabei die Vermutung, nur eine Ökodiktatur könne, wenn überhaupt ein System, in angemessener Weise und Geschwindigkeit die notwendigen Korrekturen sowohl des wirtschaftlichen Handelns wie der Lebensgewohnheiten der Bürger zuwege bringen. Die Angesprochene entschied sich in der aktuellen Gesprächssituation, allerdings ohne akute Bedrohung, für den Tod in der Demokratie.

Der Zuhörer als unbeteiligter wenngleich engagierter Dritter fragte sich, ob, hielte die Demokratin-um-jeden-Preis mit notwendiger Vorstellungskraft den Hitzetod der Erde für ein voraussagbares Faktum, ob sie dann  bei ihrer Position bliebe. Oder ob gerade diese Position Ausdruck einer nicht offen zugestandenen Meinung ist, das apokalyptische Geschrei von FFF, E(xtinction) R(ebellion) und Wissenschaft sei nichts als Ausdruck einer unverantwortlichen, letztlich irrationalen Hysterie. Besagten Hitzetod könne und werde es nicht geben – eher, würde die AfD hinzufügen, den „Volkstod“ jener Staaten, die ihre Grenzen angesichts der Flüchtlingsflut nicht sicherten.

Nun könnten die Befürworter einer (Öko-)Diktatur ins Feld führen, man könne bei den Massen überall eine Demokratie-Skepsis, wenn nicht -Feindschaft beobachten, im Osten Mitteleuropas, in den USA, in China sowieso, wo der gläserne Chinese sozusagen das Zukunftsmodell der erfolgreichsten Volkswirtschaft geworden ist. Von den Ländern der islamischen Welt zu schweigen. Wo Allah und die Scharia über jedem menschengemachten Recht stehen, in einer Theokratie also, wäre es reichlich unislamisch, sich für die Freiheiten der Demokratie zu opfern.

Und für wen sind diese Freiheiten überhaupt gut? Für Leute, die auf ihre eingene Meinung wert legen, weil sie eine haben; für solche, die individuelle Lebensentwürfe für genuin menschlich halten; für Nörgler, die Kritik üben wollen, wenn es an der Zeit ist, und die Zensur ablehnen, weil sie ihre Intelligenz beleidigt. Aber sind diese Freiheitsansprüche für die (Wähler-)Massen, auch die westlichen, unabdingbar? Trump würde sagen und mit ihm alle Putins, Erdogans, Xis, Assads dieser Welt: Das mit der Freiheit ist elitärer Bullshit. Und im Vatikan würde man sich ehrlicherweise daran erinnern, daß man lange genug gegen Menschenrechte wie Religionsfreiheit kämpfte. Die Freiheit hat immerhin dem Glauben nicht gut getan. Und die Deutschen fanden ihre vorletzte Diktatur auch gar nicht so schlimm, hätte der Diktator nicht einen Krieg angefangen. Die Einschränkungen anderer Freiheiten wie des Konsums und der Mobilität würden allerdings, ist zu vermuten, auf Widerstand stoßen. Aber damit kann eine Diktatur umgehen, und am Ende würden sich die Malle-Fans und SUV-Liebhaber beugen. Man erinnere sich an das Rauchverbot. Das Ideal der Massen ist nicht „Mehr Demokratie wagen“, sondern der gute König. Den zu geben, könnte der Diktator ja versuchen.

Er würde, wenn er sich weltweit durchsetzt, was aber unwahrscheinlich ist, zumindest garantieren, daß der Temperaturanstieg nicht die tödlichen 4 Grad erreicht, die wir produzieren, wenn wir mit allen Freiheitsmöglichkeiten weitermachen wie bisher. Daß wir aber überhaupt in die Lage gekommen sind, uns zwischen Rot und Tod unterscheiden zu müssen, verdanken wir der Angst vor der Wahrheit, der wir jahrzehntelang nicht ins Auge sehen wollten. Deshalb taten wir nicht das, das uns dieses Dilemma vielleicht erspart hätte. Greta hat recht, aber das ist kein Trost.

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