Mann ist Mensch und Frau ist Frau

Wenn man Genesis 2, die zweite, bekanntere Variante des biblischen Schöpfungsberichts, korrekt liest, ist der Mann „der Mensch“. Eben nicht die Frau.  „Gott nahm also den ‚Menschen‘ (=Mann) und setzte ihn in den Garten Eden. Dann sprach Gott: Es ist nicht gut, daß der Mensch (=Mann) allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen.“ Dann kommt die Geschichte mit der Rippe.

Wer das nicht glaubt, versteht die noch heute gültige Anthropologie der katholischen Kirche nicht. Die Reihenfolge chronologisch ist klar, und klar ist auch wer Meister, wer Gehilfe, wer Koch, wer Kellner ist. Der dies in Frage stellende Rest ist säkulare Geschichte, ist Wissenschaft, ist gar Darwinismus. Werke des Teufels, wie Papst Franziskus die Gendertheorie einordnete.

Vor 25 Jahren veröffentlichte Papst Johannes Paul II das apostolische Schreiben Ordinatio Sacerdotalis und bekräftigte darin das unumstößliche Verbot, Frauen zu Priestern zu weihen. Ausdrücklich tritt der Pontifex der modernen historisch- soziologischen Argumentation entgegen, die Entscheidung Jesu, nur Männer zu berufen, habe mit sozio-kulturellen Motiven in der damaligen Zeit zu tun. Der Gottmensch Jesus ist demzufolge den psychologischen und gesellschaftlichen Zwängen seiner Zeit enthoben, wenn er nur Männer wählt. Er übernimmt, könnte man kritisch einwenden, die Geschlechterstereotypen aus dem Genesis-Bericht, der wiederum von Autoren unter dem Zwang der Stereotypen verfaßt wurde. Aber das konnte Jesus nicht wissen, und es ist für den Gottmenschen auch irrelevant. Meint wenigstens die Kirche.  Sie liest die Bibel, allen modernistischen historisch-kritischen Entwicklungen zum Trotz, nicht anders als Muslime den Koran lesen oder orthodoxe Juden die Thora. Und sie mutet dies den Gläubigen auch noch im 21. Jahrhundert zu.

Interessant und weiterführend in dem Schreiben des Papstes ist der Hinweis auf „natürliche Symbole, die in der menschlichen Psyche eingeschrieben sind“, also so etwas wie die Archetypen C.G. Jungs. Ihrer Definition gemäß sind diese kaum evolutionären Varianten ausgesetzt. Sie kennzeichnen also die seelische Binnenstruktur des Menschen, aller Menschen aller Zeiten. Wenn nun aber zwischen Christus und seinen Dienern bzw. Vertretern eine „natürliche Ähnlichkeit“ vorliegen muß, wie es die Stellung und Funktion Christi in der Eucharistie fordert, worin besteht dann diese „Ähnlichkeit“ und was symbolisiert sie? Die Antwort mag für viele verstörend sein, aber sie ist unwiderlegbar. Es ist der P h a l l u s. Er ist das Symbol der Symbole innerhalb der seit mindestens 5 Jahrtausenden bestehenden patriarchalen Herrschaft. Und ein überaus „natürliches“ Symbol.

Die penislose „Gehilfin“ hingegen ist weder ein Ebenbild Gottes noch besitzt sie eine Ähnlichkeit mit dem den Penis/Phallus besitzenden Jesus noch ist sie ein vollwertiger Mensch, wie er zunächst für den Garten Eden geschaffen wurde. Sie ist und bleibt eine „Gehilfin“, eine Magd mit nichts als einer Vagina, einer Art Leerstelle dort, wo die Gottähnlichkeit des Menschen offenbar wird. Sie bleibt für alle Zeiten die Magd, als die sich Maria selbst bezeichnet und deren Vagina als „gereinigte“ nicht mehr der bösen Lust diente, sondern der Menschwerdung Gottes. Der Marienverehrer Johannes Paul II überträgt diese Verehrung auf sein Frauenbild, das so, weil es eine „Verehrung“ ist, dem Gläubigen durchaus als positiv erscheinen kann.

Daß diese Positivittät die Kehrseite einer Erniedrigung, einer Defizienz ist, habe jene Frauen nicht verstanden, die die Aktion „Maria 2.0“ ins Leben riefen. Als Magd, die nicht nur keinen Penis hat und zudem aus ihrer Vagina unrein blutet, darf sie sich keine Hoffnung auf höhere Dienste machen. Jesus oder einen seiner Stellvertreter (Priester) mit Unreinheit zu verbinden, erzeugt im wahren Gläubigen Abscheu, Ekel und Zorn. Maria als einzige Frau wurde qua unbefleckter Empfängnis und jungfräulichen Gebärvermögens und ewiger geschlechtlicher Unberührtheit von all dem Schlimmen, Schmutzigen, Sexuellen befreit, das natürlichen Frauen anhaftet. Nur so konnte sie die verehrungswürdige Himmelkönigin werden, von der Frauen unsinnigerweise Hilfe erwarten. Diese heute protestierenden Frauen tragen als sündige Töchter Evas die Schuld ihrer Urmutter, nämlich durch die Sünde den Tod den Menschen gebracht zu haben, für alle Zeiten mit sich herum. Dessen sollten sie sich bewußt sein, wenn sie unerfüllbare, wenn nicht gotteslästerliche Forderungen erheben, die ihnen der Teufel eingegeben haben muß.

 

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3 Antworten zu Mann ist Mensch und Frau ist Frau

  1. Feminist to go schreibt:

    Die Frau ist der beste Freund des Menschen!

    Sag ich schon seit Jahrzehnten!

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  2. Jordankeeno schreibt:

    Hi What we be subjected to here is , a greatoblation
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