Afrikas furchtbare Fruchtbarkeit

Als der Papst, der einmal den Spitznamen „Pillen Paule“ erhalten sollte (Paul VI), den Gläubigen vor 50 Jahren den Gebrauch von Antibaby-Pille und Kondomen verbot, damit der alttestamentarische Befehl „Seid fruchtbar und mehret euch“ erfüllt werde, ahnte er nicht, daß er zumindest zwei Katastrophenstränge beförderte, die beide, vom afrikanischen Kontinent ausgehend, bis heute als AIDS und bis in unabsehbare Zeit als Migrationsbewegung die Menschheit sowohl verstören wie ihre Führer ratlos machen.

Man muß aber dem Papst seine Gläubigkeit und Unwissenheit, beide regelmäßig im Verbund auftretend, zugute halten, teilt er sie doch mit den meisten seiner als säkulare Politiker agierenden Zeitgenossen. Außerdem wäre es übertrieben, das Verbot der wirksamen Empfängnisverhütung  allein verantwortlich zu machen dafür, daß die afrikanische Bevölkerung gerade dabei ist, sich wieder einmal zu vervielfachen. Lebten in Europa 1950 550 Millionen Menschen, waren es in Afrika 230 Millionen. Hundert Jahre später (2050) werden es in Europa 700 Millionen sein, in Afrika 2,5 Milliarden.

Es gibt die Zukunft für Afrika nicht, die man ihm noch vor wenigen Jahrzehnten vorhersagte. Der Ressourcenverbrauch allein, die Instabilität seiner korrupten Regierungen, der anhaltende Aberglaube, der religiöse Fanatismus der islamischen Landesteile, die interne Versklavung der Afrikanerinnen (Beschneidung, Kinderehen, vorenthaltende Bildung etc.) innerhalb der archaischen Patriarchate wird verhindern, daß die, die noch Kraftreserven in sich fühlen, sich nicht auf die Reise nach Norden machen.

Die Wurzeln dieser komplexe Katastrophenlage stammen aus einer uralten Kultur und sind viel älter als die Verbrechen des Kolonialismus, der den Kontinent unter der Maske der globalisierten Welt bis heute hemmungslos ausbeutet. Man weiß, daß die korruptesten und ärmsten Staaten jene sind, in denen die Sklaverei und der Sklavenhandel sich auf uralte Traditionen schon lange beriefen, ehe die Europäer (Bartolomè de las Casas, Dominikaner und „Apostel der Indianer“) auf die Idee kamen, den Reichtum der Neuen Welt statt mit einheimischen Indios mit widerstandfähigeren, sklavereiaffinen Afrikanern auszubeuten

Alle späteren nachkolonialen Versuche sog. „Entwicklungshilfe“, den Kontinent mit Geld an die anderen Weltteile heranzuführen, scheiterten kläglich. Die brutalen einheimischen Clan-Häuptlinge und Herrscher füllten nicht nur ihre Taschen, sie vermehrten auch das Elend ihrer Völker, indem sie sich mit den Multis des Westens verbündeten, um an der Ausbeutung der Menschen und Bodenschätze beteiligt zu werden. Im Konfliktfall führten und führen sie grausame Vergewaltigungskriege u.a. mit Kindersoldaten gegeneinander, wie gerade im Südsudan.

Diesem Elend kann offenbar nur entkommen, wer flieht, die Sahara durchquert, sich in ein Schlauchboot setzt und hofft, daß europäische Humanisten zur Hilfe eilen, ehe er ertrinkt. Die „nur“ aus dem Elend fliehen, wissen nicht, daß Elend in Europa kein Asylgrund ist. Aber der Druck, der sich gegen Europas Mauern preßt, wird nicht nur den Afrikanern nicht helfen, wird Massaker und Hungersnöte nicht abmildern, er wird letztendlich das Europa, das wir kennen,  zerstören. Dort denken politische Beobachter gerade darüber nach, ob all dies eine Kanzlerin das Amt kosten könnte. Entweder sie haben das wahre Ausmaß der Bedrohung nicht erkannt oder sie verweigern die offene Diskussion über deren unauslotbare Tiefe. Die westlichen Völker, wird nämlich befürchtet, könnten alle Regierenden von ihren Höfen jagen, die ihnen unter Inanspruchnahme der Predigt christlicher Nächstenliebe und verfassungsrechtlicher Bedenken die Rettung einer Welt zumuten wollen, die nicht zu retten ist. Und sie könnten überall solche Herrscher (sog. „Populisten“ à la Donald T.) installieren, die all den Humanismus, all das christliche Erbe vom Tisch wischen und die Festung Europa uneinnehmbar machen – auch mit Waffen. Dann würde aus dem Mittelmeer endgültig das Rote. Und Afrika sich selbst überlassen.

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Eine Antwort zu Afrikas furchtbare Fruchtbarkeit

  1. Said schreibt:

    Letzter Ausweg für Merkel wird sein, die Schließung der Grenzen als alternativlos zu verkaufen. Zunächst national, dann EU weit.

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