Susanna und die Wölfe

Mädchen in Deutschland mögen gegenwärtig den Blick abwenden von Schlagzeilen oder TV-Nachrichten, die das Martyrium und den Tod ihrer Schwester Susanna aus Mainz betreffen, weil solches schlechterdings nicht zu verarbeiten wäre und Verleugnung bzw. Verdrängung der einzige Schutz in einer Welt, die die Wolfsnatur nicht nur junger Männer für eine gottgegebene und hinzunehmende Tatsache des Lebens akzeptiert. It’s a man’s world mit allen Konsequenzen. Das weiß auch die katholische Kirche, denn der Gott, der den Mann als sein Ebenbild schuf, schuf ihn auch als Wolf. Wer immer unter ihren Priestern dem Drang seiner Hormone nicht widerstehen konnte, wurde lange verständnisvoll behandelt und der weltlichen Justiz vorenthalten. Männer, wo auch immer in den traditionellen Gesellschaften, verstehen ihr Patriarchat sehr gut und billigen ihm auch in frommen Milieus klammheimlich seine gewalttätigen Potentiale zu. Völlig unverstellt, man könnte sagen: schamlos, tut dies der Koran.

Aus dem Reich, das von der koranischen Überlieferung geprägt ist, stammen jene jungmännlichen Rudel, die vor knapp drei Jahren der Einladung einer Frau (!), der deutschen Kanzlerin, folgten, um sich in einem Land der von ihnen verachteten Schamlosigkeit, Sittenlosigkeit, Glaubenslosigkeit nach Möglichkeiten sinn- und lustvollen Weiterlebens umzusehen. Sie verstanden vieles von dem, was sie sahen und erlebten nicht. Vor allem verstanden sie nicht die Rolle der Frauen in diesem Land. Wie auch, denn ihr heiliges Buch forderte sie auf, die Frau als Acker zu betrachten, in dessen Furchen sie jederzeit ihren Samen legen könnten und die auch mal zu verprügeln sei, wenn sie sich verweigerte. Und die deutschen Politiker und Träger dessen, was sie stolz „Willkommenskultur“ nannten, verstanden nicht, was die Fremden nicht verstanden, nicht verstehen konnten. Die hatten anscheinend einen Glauben, wie wir einen Glauben haben. Religion veredelt immerhin den Menschen. Sie wurden als Flüchtende mit weitgebreiteten Armen aufgenommen und würden ihre Dankbarkeit schon zeigen. Daß sie ihrer Kultur aber nicht einfach entkommen konnten, wurde ignoriert, und diese Ignoranz entsprach dem verbreiteten politischen Leitspruch, daß nämlich nicht sein könne, was nicht sein dürfe. Wir schaffen das. Basta!

Dann trat die List der Vernunft in Gestalt der AfD auf den Plan. Dieser Partei muß man zubilligen, daß sie in ihrer kruden Programmatik und in ihren öffentlichen Wortbeiträgen sowohl die Überreste des Faschismus in diesem Land zum Vorschein brachte, die nun nicht mehr zu verleugnen sind, daß sie aber auch zu einem ungetrübten Blick auf die Kultur des Islam zwang, dem sich die Wortführer der „Altparteien“ auch mit dem Slogan „Der Islam gehört zu Deutschland“ verweigert hatten. Der Islam ist das, was die AfD im Kern auch ist: faschistisch. Man kennt sich. Hamed Abdel-Samad gebührt Dank, diesen Aspekt im Islam herausgearbeitet zu haben. Wenn wir ihn nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, wird zwar nicht unbedingt die Houellebecq-Dystopie eines islamistischen Deutschland Realität, aber weitere Opfer der Wölfe werden nicht zu vermeiden sein. Noch leben die dazu von welchem Gott auch immer bestimmten Mädchen. Die Wölfe genießen unterdessen den Schutz des Rechtsstaates, der auch die Mädchen schützen sollte. Bei seinem nächsten Versagen werden wir wieder verzweifelt die Köpfe schütteln und zu der Einsicht gelangen, daß Opfer wohl sein müssen, um die Willkommenskultur zu retten. Weibliche Opfer.

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Eine Antwort zu Susanna und die Wölfe

  1. Anonymous schreibt:

    Hach Bettie 3, danke!helpwithmath

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