Der Treck der Wölfe

Um angesichts der Mädchenmorde junger Männer, die als Flüchtlinge ins Land gekommen waren, den immer wieder beschworenen und beklagten Generalverdacht von eben den Flüchtlingen als Gruppe wegzuleiten, beeindruckten Experten aus Polizei und Rechtswesen das aufgebrachte Volk mit einer Statistik. Die besagt, daß überall auf der Welt junge Männer zwischen 14 und 29 einen ausgeprägten Hang zu Gewalt und Verbrechen hätten – verglichen mit anderen Bevölkerungsgruppen. Das verschiebe und verzerre die Gewaltstatistik zuungunsten der Flüchtlinge, denn die jungen Männer machten nun eindeutig die Mehrheit der Geflüchteten aus, die seit dem Spätsommer 2015 ins Land kamen. Es wäre aber daran zu erinnern: Das Gefahrenpotential war bekannt. Wer seinerzeit vor ihm warnte (auch der DREYZACK) war Rassist, Nazi, AfD-Sympathisant oder Schlimmeres.

Wer sich mit dem Islam und seinen Kulturen etwas auskannte, wußte seit langem, daß in ihnen die bizarr anachronistische Ausprägung des Patriarchats ein hohes Maß an Frauenverachtung implizierte, das vergleichbare Haltungen und Traditionen der katholischen Kirche weit übertraf.  Letztere hat sich dem Zivilisationsprozeß der sie umgebenden Gesellschaft Schritt für Schritt anpassen müssen, ohne allerdings moderne, mit den Menschenrechten kompatible Standards bisher erreicht zu haben. Für den Islam gilt seit seiner Fundamentalisierung in den letzten Jahrzehnten das Gegenteil. Er weist die Zumutung, seine eigene Aufklärung zuzulassen, brüsk zurück mit dem durchaus zwingenden Argument, eine solche zerstöre die Grundlagen der Religion. „Islam“ heißt „Unterwerfung“ unter das Geoffenbarte und den Propheten. Aufklärung ist das Gegenteil: sich seines eigenen Verstandes bedienen (Kant). Dem aber hält der tradierte Gott sowenig stand wie die heiligen Schriften.

Wenn nun angesichts der Vergewaltigung und Ermordung des Mädchens Susanna in Wiesbaden durch einen syrischen Asylbewerber die AfD-Frontfrau Alice Weidel behauptet, die toten Mädchen Maria (19), Mia (15) und Susanna (14) – die Taten sind nur die  grausame Spitze eines Berges von Untaten – seien in Wahrheit die Opfer der Angela Merkel, dann ist der erwartbare Aufschrei so schrill wie schuldbewußt und verlogen zugleich. Wir, die wir uns an die endlosen Trecks auf den Autobahnen, Gleisen und Straßen erinnern, wissen heute, daß in diesem Zug des Elends neben wenigen Frauen und Kindern auch ein Treck von Wölfen mitzog, geprägt von ihrer Kultur und Religion, die ihnen zwar die Schändung züchtiger Musliminnen verbietet, nicht aber die Achtung vor westlichen Schlampen und Huren nahelegt. Übereinstimmend war die männliche Jugend des afghanischen Dorfes, aus dem einer der Täter stammt, der Meinung, eine Frau, die ihren Mann verläßt, gehöre gesteinigt.

Wer das Flüchtlingsdrama von 2015 zu verantworten hatte, berief sich gern auf das humane, wenn nicht christliche Fundament unserer „Leitkultur“. Man hielt den Islam, der zu Deutschland gehören sollte, für eine Religion wie andere, seine Kultur für altehrwürdig und achtenswert und die in seinem Namen seit 9/11 begangenen Verbrechen für seinem Wesen grundfremd. Wer den Islam angriff, griff nach dieser Meinung das ganze monotheistisch-patriarchalische Gebäude an, das Dach Gottes, worunter man auch in Deutschland friedlich miteinander leben wollte. Es galt, den gemeinsamen Kampf gegen den gemeinsamen Feind zu führen: die Ungläubigen. Spätestens seit der Kölner Silvesternacht konnte der Eindruck nicht gänzlich beseitigt werden, man sei auch bereit, für dieses Ziel einige Menschenopfer, genauer: Frauenopfer, zu bringen. Kollateralschäden eben. „Einzelfälle“ sollten es sein, auch wenn sich massenhaft wenn auch abgestuft Angst auf den weibliche Hälfte der Bevölkerung senkte  – Angst, die den bisherigen Opfern nicht half, den Wölfen zu entkommen. Sie boten sich ihnen sogar mit Hilfsangeboten in den Lagern an, aus dem selben Mißverständnis jener Wir-schaffen-das-Naivetät heraus, die das Gute wollte und das Böse mit Beute fütterte.

Nicht alle Opfer sind weiblich, ähnlich wie im MeToo-Komplex, aber Mädchen und Frauen passen bevorzugt ins Beuteschema der Testosterongepeinigten. Für die haben die Repräsentanten der patriarchalen Ordnung, auch wenn diese ins Gerede gekommen ist, seit je viel Verständnis, wenn nicht Sympathie. Aus aktuellem Anlaß warnen sie nun wieder in peinlichen Gebetsmühlen-Suaden vor bösen Vergeltungsgedanken und Verallgemeinerungen, weil sie vor allem sich fürchten vor einem Erstarken der AfD. Die Beschwörungen, sich nicht vom Bösen verführen zu lassen, werden aber nicht viel helfen. Die AfD wird vom Islam und seiner Frauenverachtung, die sie im Innersten teilt, gestärkt. Die Bayern-Wahl wird den Beweis liefern. Die Tränen, die Frau Weidel über das Mädchen Susanna weint, sind die eines Krokodils, auch wenn die Aufforderung an die Kanzlerin, sie möge zurücktreten, gar nicht so abwegig ist, wie sie zunächst klingt.

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Eine Antwort zu Der Treck der Wölfe

  1. Anonymous schreibt:

    neptun16, thanks so much for the post.Really thank you! Great.

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