Die Wahl und die Islamophobie (2)

Es geht schon gut los mit „in die Fresse“ und so. Statt die AfD dort zu packen, wo sie unzumutbar ist, bei ihrem Geschichtsbild, bei ihrem Familien- und Geschlechterbild (trotz der Lesbe Alice), bei ihrem CSU-nahen „Volks- und Vaterlands“-Bild, versuchen sie es dort, wo es nun gar nicht geht, weil die Islam-Kritik der AfD der einzige Aspekt ihrer Programmatik ist, wo sie mit der Mehrheit der westlichen Islamwissenschaftler und Religionsphilosophen übereinstimmt.

Als es die Religionsfreiheit ins Grundgesetz schaffte, hatte man die Nazis hinter, den Real Existierenden Sozialismus vor sich. Religionsfreiheit stand für einen wichtigen Aspekt von Freiheit überhaupt. Vom Islam kannte und wußte man so gut wie nichts. Die Koran-Experten dümpelten wenn überhaupt in Uni-Seminaren vor sich hin. Die Muslime waren frei nach Karl May „Mohammedaner“. Eine Religion, die die Tötung von Ungläubigen nach wie vor, der Scharia entsprechend, fordert, das Handabhacken bei Dieben ebenso, die Steinigung von Ehebrechern desgleichen, die Frauen zu willfährigen Sexualobjekten von Männern degradiert, ist natürlich – eine Religion. Was sonst? Auch die menschenopfernden Azteken hatten eine, die witwenverbrennenden Hindus, die ketzerliquidierenden Christen natürlich auch. Alles Religionen. Sollen wir sie deshalb sich in ihrem jeweiligen Wahn austoben lassen? Heute noch? Die Mütter und Väter des Grundgesetzes dachten an eine Demokratie-kompatible domestizierte Religion. Sie dachten auch an das aufgeklärte Judentum, an ein humanistisches Christentum. Nicht aber an den Islam, wie er gegenwärtig auch mit terroristischen Mitteln beansprucht, die Welt mit der Scharia zu beherrschen, wie er in seinen sowohl sunnitischen wie schiitischen Zentren Riad und Teheran vorführt, wie die Welt aussähe, würde Allah siegen.

Er wird es nicht – nicht weil die AfD sich dagegen stemmt. Etwa Albrecht Glaser, der nach dem Willen der AfD-Fraktion Bundestags-Vizepräsident werden soll,. Für ihn ist „der Islam eine Konstruktion, die selbst die Religionsfreiheit nicht kennt und die sie nicht respektiert. Und die da, wo sie das Sagen hat, jede Art von Religionsfreiheit im Keim erstickt. Und wer so mit einem Grundrecht umgeht, dem muß man das Grundrecht entziehen.“

Wo er recht hat, hat er recht. Vor allem hat er nicht Unrecht, weil er bei der AfD ist. Das Aufheulen der anderen Fraktionen anläßlich von Glasers Nominierung läßt Böses für künftige Debatten erwarten. Wieder wird es nicht um Sachen und Sachverhalte gehen, schon gar nicht um fundierte Analysen, sondern darum, den politischen Gegner in die Ecke zu stellen, wo man ihm richtig eins in die Fresse hauen kann.

Wir sollten endlich aufhören, Kritik am Islam zu identifizieren mit Kritik an jenen Menschen, die (von wenigen Konvertiten abgesehen) in eine Kultur hineingeboren wurden, wo sie, zumal als Frauen, eben jene Menschenrechte nicht beanspruchen können, von denen in der Verfassung an prominenter Stelle die Rede ist. Der Islam als Religion heute ist mit den Menschenrechten so wenig vereinbar, wie es die Katholische Kirche vor dem Zweiten Vatikanum war. Die braven Demokraten, die sich jetzt als Fraktionen gegen Albrecht Glaser stellen, sollten begreifen, daß ihre AfD-Kritik sich erst dann im Sinne einer Zurückdämmung antidemokratischer Tendenzen  im Parlament auswirken kann, wenn sie dort ansetzt, wo es um die Feinde der Demokratie innerhalb der neuen Partei geht. Davon gibt es genug. Der Islam hingegen ist nach seinem Selbstverständnis der Inbegriff der Demokratiefeindlichkeit. Demokratie ist mit der Herrschaft Gottes nicht vereinbar. Wir sollten das endlich begreifen!

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Eine Antwort zu Die Wahl und die Islamophobie (2)

  1. Alfred Schlicht schreibt:

    das interview mit Samuel Schirmbeck in der ‚Welt‘ lesen….!

    Gefällt mir

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