Frauen, die fahren

Hat das bis jetzt in Saudi Arabien geltende Verbot für Frauen, Auto zu fahren, etwas mit dem Islam zu tun? Im Koran ist davon nicht die Rede. Daß Frauen nicht auf einem Kamel reiten durften, ist auch nicht überliefert, es sei denn eine fiel herunter und entblößte sich unfreiwillig. Dann war es gut, wie aus einer Episode mit dem Propheten hervorgeht, wenn sie eine Unterhose trug. Weil aber im Gottesstaat alles mit dem Islam zu tun hat ( Auspeitschungen, Hinrichtungen, Religionspolizei, Verschleierung, Autofahrverbot etc.), ist davon auszugehen, daß auch das Vorenthalten des Führerscheins für Frauen, ob mit oder ohne Unterhose, etwas mit Religion zu tun hat.

Sehen wir genau auf die Begründung der Geistlichkeit für das bizarre Verbot: Nicht nur sollen Frauen davor bewahrt bleiben, in Versuchung zu geraten, mit irgendeinem männlichen Wesen außerhalb der Familie welchen Kontakt auch immer aufzunehmen etwa an einem Ort, wohin sie nur mit dem Auto gelangen – sie sollen vor allem geschützt werden. Weit über den Wahhabismus der Saudis hinaus gilt für die muslimische Kultur, daß der Mann ein von seinen Trieben gebeutelter Quasi-Vergewaltiger von Natur ist und deshalb die Frau von ihm ferngehalten bzw. verborgen werden muß. Da hilft kein Gottesglaube und keine Zivilisation. Der Mann ist, unumwunden gesagt, ein von Gott so geschaffenes Schwein. Deshalb und weil daran nichts zu ändern ist, darf er triebentsprechend und triebentlastend vier Frauen heiraten, sofern er sich das finanziell leisten kann. Und dann darf er mit den Ehefrauen so ziemlich alles machen, was er will, nur nicht allzu exzessiv. Wenn schon wegen Ungehorsams (etwa Beischlaf verweigern) geschlagen werden muß, sollte nicht allzuviel Blut fließen.

Und jetzt soll plötzlich gelten: Freie Fahrt für (immer noch unfreie) Frauen? Es darf etwas gejubelt werden. Auch der zurückgebliebenste Teil der eh schon ziemlich rückständigen muslimischen Welt ist zumindest im Auto im 21. Jahrhundert angekommen. Und die Muslime männlichen Geschlechts auch? Alle? Ein besorgter Internetnutzer fragt : „Was passiert, wenn sie Öl wechseln müssen oder einen Unfall haben? Dann muß sie mit dem anderen Geschlecht interagieren.“ Entsetzlich! „Interagieren“ kann nämlich nur heißen, etwas Sexuelles treiben, also das, woran man immer als an das Verbotene denken muß. Der Geschlechtertrennung, so konsequent praktiziert wegen der Gefahr für Frauen und für die Ehre ihrer Gatten, droht die Aushebelung. Da hilft nur noch Erbarmen mit den Frauen, die gezwungen sind, mit fremden Männer zu „interagieren“, und mit der Gesellschaft, die daraufhin  in Anarchie versinken könnte.

Es ist also weniger das Frauenbild des Islam, das er mit vielen patriarchalen Kulturen, etwa auch der katholischen, im wesentlichen teilt, als das Bild vom Mann als zur Herrschaft über die Frau bestimmtem Triebwesen, das die Einstellung zu den Geschlechtern ausmacht und das die Männer selbst verinnerlicht haben. Und dies gilt beileibe nicht nur für Saudi-Arabien. Anders als dem traditionellen Christen gilt dem Moslem seine Sexualität als ein Geschenk Gottes, für das dieser das Gehäuse der Ehe geschaffen hat, wo sich für ihn die Gattinnen stets zur Verfügung zu halten haben. „Ehen“ können allerdings 10 Minuten oder lebenslang dauern. Außerhalb der Ehe ging es zur Not mit Sklavinnen. Aber die unverheirateten Habenichtse, die etwa fliehen müssen wie vor 2 Jahren nach Europa, brachten immerhin ihr Männer-und-Frauen-Bild mit in die neue Kultur – und wir wundern uns, daß nicht alle der Willkommenskultur und den weiblichen Bewohnern der westlichen Hemisphäre mit Dankbarkeit bzw. Respekt begegnen. Statt rassistische Vorurteile durch Verhalten zu widerlegen, werden diese von den Zuwanderern in nicht geringem Umfang bestätigt.

Angesichts der neuen Statistiken, die in Bayern jüngst zum Thema Sexualdelikte vorgelegt wurden und die nicht viel von der Dankbarkeit der Zugewanderten offenbarten, stellte Ulrike Heidenreich in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG kürzlich fest: „Sexuelle Übergriffe durch Zuwanderer verunsichern die Frauen in Deutschland. Diese Unsicherheit muß dringend ernst genommen werden.“ Die Stimmung sei umgeschlagen, bemerkt Heidenreich. Wenn Frauen heute einer größeren Gruppe von männlichen Geflüchteten begegneten, sei da immer wieder dieses Gefühl der Bedrohung. Man mag diese Angst abtun als irrational oder zumindest übertrieben, Heidenreich andererseits zitiert Berichte „erfahrener Flüchtlingshelfer“, „wie sie in Gesprächen mit ihren Schützlingen auf krudeste Moralvorstellungen treffen und Verhaltensweisen im Umgang mit Frauen beobachten, die respektlos und unverschämt sind. Oder gar brutal“.

Diese „kruden“ Moralvorstellungen und Brutalismen, über die sich die Helfer wundern, haben allerdings viel mit dem Islam zu tun, sind sogar Koran-fest. Alle Versuche, „Religion“ zu entschulden, indem man sie von „Kultur“ trennt, sind im Fall Islam unangebracht. Religion und Kultur sind dort eins, waren es in der langen Geschichte des Christentums bis zum 18. Jahrhundert auch. Das Geschlechterverhältnis erweist sich im Blick auf die Religionen als der Lackmustest für die Zukunftsfähigkeit derselben. Hinduismus und Islam zeigen in dieser Hinsicht die größten Defizite. Die Zahl der weiblichen Opfer, schon als Föten, ist unübersehbar.  Religionen bergen bis heute in ihren Dogmen Freibriefe zur Unterdrückung der Hälfte der Menschheit. Dies zu begreifen im Kontext von Religionsfreiheit und Demokratie ist die Mindestvoraussetzung für eine Politik, die den Umgang mit dem Islam in Europa angemessen gestalten will.

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