Vom Recht, beleidigt zu sein

Nach dem jüngsten islam(ist)ischen Anschlag in Paris stiegen die Aktien der Marine le Pen. Eine Fortsetzungsgeschichte ohne absehbares Ende. Alles fing an mit der Rushdie-Affäre 1989 , als mitten in der britischen, in der europäischen Gesellschaft der Mord-Hetze des muslimischen Mobs gegen den Autor der „Satanischen Verse“ nur Zaghaftes, eigentlich Nichts entgegengesetzt wurde. „Religionsfreiheit“ nötigte die aufgeklärten Europäer, den Muslimen ihr Beleidigtsein nicht nur abzunehmen, sondern es als ihr eigenes Gedemütigtwerden als gläubige Christen in der säkularisierten Welt nachzuvollziehen, denn die von Rushdie mit Dreck beworfenen Muslime waren ja Leidensgenossen der Christen.  Auch die Vettern, die Christen, hatten seit Voltaire bis zu Marx und Nietzsche, von Freud ganz zu schweigen, Beleidigungen aller Art über sich ergehen lassen müssen. Gar die Teilhabe an Vernunft und Zurechnungsfähigkeit wurde ihnen aberkannt. Nietzsche erklärte das Ressentiment, die dem Unterlegenheitsgefühl geschuldete Haltung,  nicht grundlos zur christlichen Basisbefindlichkeit seit dem Lachen der Griechen über die Areopag-Rede des Paulus. Sie ist in drastisch gesteigertem Maße heute die muslimische.

Niemand, auch wer sich wegen seines Glaubens oder weil er keinen hat nicht beleidigen läßt, hat das Recht. mir nahezulegen, auf diesen Aspekt meines Glaubens, die Beleidigungsbereitschaft, zu verzichten – sagen auch die zu Deutschland gehörenden Muslime.. Letztlich ist es ja mein Gott selbst, der beleidigt wird. Und dessen Zorn kann, wie uns unsere gemeinsamen heiligen Schriften überliefern, Sintfluten sowie Pech und Schwefel herabregnen lassen. Hüten wir uns also!

Die ZEIT-Autorin Verena Friederike Hasel, geborene und sozialisierte Linke, beschreibt die gegenwärtige Einstellung ihrer Gesinnungsgenossen als jene furchtsame Kritikunfähigkeit, die die liberalen und linken Intellektuellen der Endachtziger ff zum furchtsamen Schwanzeinziehen veranlaßte. „Alles, was auch nur im Entferntesten mit dem Islam zu tun hat, ist im links-liberalen Milieu fast sakrosankt,“ schreibt Hasel. Wer sich islamkritisch äußere, müsse sich sofort mit dem „Argument“ auseinandersetzen, ob dies nicht der AfD in die Hände spiele. Dagegen fragt die Autorin: „Wo bleibt der Aufschrei angesichts der Verfolgung von Frauen, Homosexuellen und Christen in islamischen Ländern? Als Außenstehender dürfe man sich da kein Urteil anmaßen, das sei eben eine andere Kultur, sei das Argument.“

Links-Sein scheint heute, wenn man diesen Beobachtungen folgt, zu einer teilweise fanatischen Glaubensgemeinschaft verkommen zu sein. Man glaubt an gemeinsame, unbezweifelbare Werte. Auch hier hat sich das religiöse Gen durchgesetzt.  Religiös getaktete Menschen brauchen ein Dogma, eine Liste unbezweifelbarer Wahrheiten, auch wenn sie sich als „links“ verstehen. Dazu gehört die „kulturelle Toleranz“, die, wenn man sie konsequent durchführt, nicht nur zu Knabenbeschneidungen in Europa, sondern auch zu weiblichen Genitalverstümmelungen in vielen Ländern des Islam führt. Der Islam hat letztere nicht erfunden, aber er befördert sie als genuin patriarchalische Technik der Unterdrückung von Weiblichkeit. Die scheint sein Hauptanliegen. Dies aber zu begreifen und anzugreifen, bedarf es der Kritik des Dogmas der unbedingten Toleranz.

Der Islam gehört nicht nur nicht zu Deutschland. Als nicht nur schlichteste, sondern auch radikalste, unversöhnlichste  Gestalt des abrahamitischen Monotheismus wäre er einzugrenzen auf seine Ursprungskulturen der Wüste, wenn schon nicht erwartet werden kann, daß auch in diese Gegenden, in denen auch das Christentum seinen Ursprung hat, die Aufklärung sich ausbreitet. Und weil der Islam keine „Rasse“ repräsentiert, ist auch der inflationäre Rassismus-Vorwurf an dieser Stelle unangemessen.  Allerdings wäre mit Freud weiterhin von einer globalen Massenneurose zu sprechen, wenn von Religion die Rede ist.

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Eine Antwort zu Vom Recht, beleidigt zu sein

  1. Religion ist scheiße schreibt:

    so isset

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