Vom ewigen Frieden

Eine trumpistische Vision  – frei nach Kant

Jesus hätte Verständnis für die Trump-Wähler: Vater, vergib ihnen, denn sie wußten nicht, was sie taten. Auch wir, der DREYZACK, verstehen die Rost-Belt-Helden, aber wir haben, hartherzig wie wir sind, kein Verständnis. Elitär-arrogant, wie wir auch sind, bezichtigen wir sie der Selbstzerstörung, als seien sie Truthähne, die Thanksgiving mitfeiern wollen. Sie zerstören auch die Welt jener, die in Freiheit leben wollen, indem sie die eigene zerstören. Trump-Wähler sind die Suizid-Bomber der westlichen Hemisphäre. Sie glauben wie die Muslime an die Gerechtigkeit des Richters des Jüngsten Tags, daran, daß ein dumpfbackiger Megalomane sie vom Elend, das ihnen die „Eliten“ bereiteten, erlösen wird. Sie glauben, daß er das Elend, für das sein Sozialdarwinismus steht, mit dem Tellerwäscher-Millionärs-Mythos aus der Welt schafft.

Wenn Trumps Wahnsinn wie der Hitlers wenigstens Methode hätte! Beide sind in gewisser Weise Exemplare des charismatischen Herrschers à la Max Weber. Aber Hitler, der Planvolle, konnte noch nicht mit einem Knopfdruck den Krieg auslösen, der heute die Spezies vernichten würde. Charisma ist dem, der es hat, von einer höheren Macht (Vorsehung etc.) verliehen. Das  macht ihn für den Charismagläubigen unfehlbar. Also wird er, von jener höheren Macht legitimiert, seine Atombomben, wenn er gereizt wird, auf Racca, auf Pjöngjang, auf Teheran werfen. „Wir haben die Bombe, warum nutzen wir sie nicht?“ wird er zitiert. Eine Logik, der sich ein Sechzehnjähriger, auf dessen Niveau Trump denkt (auch Sechzehnjährige können „intelligent“ sein, was zu sein Trump von manchen unterstellt wird), kaum entziehen kann. Er hat nicht verstanden, daß die Bombe keine Waffe ist, sondern eine Metapher für die Unführbarkeit von Kriegen moderner Großmächte. Er will den IS vom Erdboden vertilgen. Wunderbar! Er will aber auch den millionenfachen Kollateralschaden in Kauf nehmen  So what! Dann kommt Kim dran, der Nächstschlimmere,  bevor seine Trägerraken bis nach Kalifornien reichen. Und dann die Mullahs in Teheran, mit denen wir diesen blödsinnigen Vertrag abgeschlossen haben, als könne man diesen Kameltreibern zutrauen, Verträge zu halten.

Danach, von einem weltweiten Aufseufzen begleitet, kehrt trumpaler Friede ein  Die New Yorker Philharmoniker spielen in der Uno „Freude schöner Götterfunken“. Donald und Wladimir duzen sich und reichen sich vor  versammelter Menschheit die Hände. Melania drückte ihnen Rosen in dieselben, und sie versprechen den Völkern, demnächst einen Plan vorzulegen, wie mit China umzugehen sei, falls es sich weiterhin als renitent erweist und die Menschenrechte für sich in Anspruch nimmt. Lösbar ist das alles, und wenn mit Zuckerbrot und Peitsche, für einen Unfehlbaren wie Donald Trump, der noch nie verloren hat, allemal. .

 

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