Die gestrandeten Korane

In Pulheim im Rheinland warten in einer ungeheizten Scheunen-Unterkunft 20 000 Korane. Sie waren dazu bestimmt, in deutschen Städten von Salafisten an Ungläubige und Noch-nicht-Gläubige verteilt zu werden. Die Salafisten-Gruppierung „Die wahre Religion“ wurde unterdessen verboten. Nun warten die Bücher auf ein Urteil über ihr zukünftiges Schicksal: Duldung, Ausweisung, Integration? Oder gar Vernichtung? Verbrennen oder Schreddern? Entsorgung wie Altpapier?

Wir erinnern uns an blutige Vergeltungsaktionen von Muslimen, wenn einem Koran-Exemplar etwas Ungehöriges wie Blätterherausreißen oder Ankokeln angetan wurden. Die Aufregung kann nur verstehen, wer weiß, daß der Koran für die Muslime das ist, was Jesus für die Christen ist. Der Koran war immer im Himmel und ist im 7. Jahrhundert zu den Menschen herabgesandt worden. Er ist zwar äußerlich ein Buch, aber eben eins, in dem sich Gott selbst als der Einzige und einzig Wahre offenbarte. Dieses Buch, in welcher Erscheinungsform auch immer, ist „heilig“. Inzwischen ist er viel heiliger als die Bibel, von der er viel abgeschrieben hat. Die Bibel hat sich der historisch-kritischen Forschung stellen müssen und ist dabei, was das Theologische betrifft, ziemlich zerfleddert worden, ohne daß ihr kultureller Wert beschädigt werden konnte. Für das Selbstverständnis der westlichen Welt und nicht nur für sie, ist sie nach wie vor das wichtigste Zeugnis. Aber „heilig“ ist sie nur noch für eine Minderheit. Und noch nicht einmal die neuheidnischen Nazis haben sie verbrannt, als sie dies anderen Büchern antaten.

Nun haben wir die Muslime, den Islam und damit auch der Koran eingeladen, zu Deutschland zu gehören. Sie klopften an unsere Tür. Wir wußten wenig von ihnen, aber wir erinnerten uns an unsere Pflichten als Christenmenschen und ließen sie herein. Sie glaubten ja auch an Gott und beteten. Da sitzen sie nun unter uns. Viele sind nicht anders als wir und gehen so selten in die Moschee wie wir in die Kirche. Einige verhüllen sich oder lassen sich Bärte wachsen, um auszusehen wie der Prophet. Andere verteilen heilige Bücher, basteln Bomben und Bombengürtel oder lernen, wie man einen LKW fährt oder einen Jet startet. Vieles haben wir nicht vorhersehen können. Weil wir so wenig wußten und auch den Koran nicht gelesen hatten. Und jetzt fragen wir uns: Was ist ein Koran in der Fremde und wie geht man mit ihm um?

Der DREYZACK schlägt vor, die 20 000 Korane von Buchläden gratis anbieten zu lassen und Amazon dazu zu.bewegen,  sie auf Bestellung mit kleiner Gewinnspanne zu versenden. Er geht nicht davon aus, daß sie gefährlich sind. Das haben sie mit Hitlers „Mein Kampf“ gemein. Nachdem der freigegeben wurde, brach die Nazi-Revolte nicht aus. Noch weniger als Hitlers Werk kann auch ein gutwilliger Leser den Koran „verstehen“. Will er sich von ihm beeindrucken lassen, muß er ihn sich auf arabisch vorsingen lassen. Dann könnte er in eine religiöse Trance fallen und anschließend vielleicht Ungläubige töten wollen. Das deutsche Exemplar lesend wird er sehr bald müde und einschlafen oder das Unverdauliche ins Regal zurückstellen wenn nicht in die Ecke feuern.

Wir finden es dagegen nicht angemessen, die20 000 Bücher wie muslimische Leichen zu behandeln, sie nach gültigem Ritus in Leinentücher zu wickeln und in der Wüste zu begraben. Dies wurde von „Behördenkreisen“ allen ernstes vorgeschlagen. So wahre man den angemessenen Respekt. Ersichtlich wird hier, daß diese Beamten den Koran nie zu lesen versucht haben. Er enthält weder Sprengstoff noch Gift, dafür interessante Varianten der Geschichte von Jesus und Maria, von Adam, Abraham, Moses und vieles andere mehr aus der Bibel. Das wäre gerade für jene interessant, die keine Beziehung zur religiösen Überlieferung haben, die immer noch als eine Keimzelle unserer Zivilisation gilt. Neben jeder Bibel sollte in einem Land, zu dem der Islam gehört, künftig ein Koran stehen, auch in Hotels und Krankenhäusern. Dann wären vielleicht auch manche Debatten und Talkshows sachhaltiger. Eine breite historisch-kritische Analyse könnte sich anschließen, und dem Koran könnte es so ergehen wie der Bibel. Sein kultureller Wert bliebe unbeschädigt.

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