Grüne Sekte mit Heilsplan

Die Grünen, das wurde anläßlich der Peter-Intervention zum Silvester-Polizeieinsatz in Köln deutlich, verwandeln sich in eine Sekte mit Heilsplan zur Rettung der Menschlichkeit. Anscheinend wollen sie, als die trotzig verbliebenen Gutmenschen, das religiöse Vakuum weltfrömmig ausfüllen. So entsteht eine Leerstelle im Wählerspektrum, weil viele bisher treue Öko-Grüne diesen Weg nicht mitgehen werden, und es ist zu befürchten, daß die anderen Heilsbringer, die AfD, diese Leerstelle ausfüllen. Mehltau legt sich auf die Parteienlandschaft. Bald gibt es nur noch die Alternative Merkel-Petry analog zu jener anderen: Clinton-Trump. Und „links“ erkennen wir die Simone Peter der Linken, Katja Kipping, die mit hysterischer Emphase Phrasen von den ärmer werdenden Armen und reicher werdenden Reichen um sich wirft, ohne zu erklären, wie man jenen Kapitalismus zähmen könnte, der nach dem historischen Versagen der europäischen Linken im 20. Jahrhundert erst richtig groß und stark und häßlich wurde. Die real existierenden Linken waren es, die das Marxsche Erbe verschleuderten, und sie haben das immer noch nicht begriffen. Ein philosophischer Quichote wie Slavoi Zizek schreibt immer noch von einer „Linken“, als sei das ein Ding in der Wirklichkeit. Wenn etwas postfaktisch ist, dann die Linke. Es gibt sie nur noch gefühlt – trotz Sahra Wagenknechts zutreffenden ökonomischen Analysen. Aber Sahra steht bestens gehaßt und isoliert im eigenen Lager.

Zum Markenkern der zu Sekten geschrumpften ehemals linken Parteien Grüne und Linke gehörte eine verläßliche Positionierung im säkularen Lager, in der Ökologie und in der Frauenbewegung. In letzterer zeigen sich seit einiger Zeit, auch wenn man über die nationalen Grenzen hinausseiht, Tendenzen, die den Eindruck erwecken, vielen Frauen würde die neu gewonnene und immer noch fragile Freiheit allmählich lästig. Der Trump-Sieg verdankte sich auch den Frauen, denen es nichts ausmachte, daß der neue Präsident ein obszöner Pussy-Grapscher ist; die ausdrücklich bekundeten, daß ihnen das egal ist. Das ist nicht zum Staunen, das ist zum Erschrecken. Und wenn es manchem auch als viel zu spekulativ erscheinen mag: Simone Peters Parteinahme für die Nafris ist unbewußt eine für sexistische Pussy-Grapscher. Schon nach Silvester 2015 meldeten sich irrlichternde Feministinnen, die die Täter exkulpierten als ganz normale Männer, Machos halt, die nun mal gerade aus dem Rahmen gefallen seien. Mit einer anderen Kultur habe das nichts zu tun. Und jetzt kann Simone Peter es kaum ertragen, wenn  eben diese Männer-Horden einer strengen Observation unterzogen werden. Die Ahnungslosigkeit vieler, nicht aller junger Frauen, was das muslimische Geschlechterbild betrifft, scheint beträchtlich; das Angestarrt- und Angezischtwerden als hurenhaftes Objekt, scheinen sie so sehr als „normal“ verinnerlicht haben, daß der Gedanke an radikalen Protest erst gar nicht aufkommt. Ihre feministischen Mütter in den Siebzigern hatten da ein viel empfindlicheres Sensorium ausgebildet, das immer mehr zu schwinden scheint.

Der Einfluß des Islam, gegen dessen Kritik sich auch Linke und Grüne mit Islamophobie-Vorwürfen wenden, wird schleichend, auch unterstützt vom Frauenbild der AfD, einen Backlash in der Genderfrage bewirken. Die Zerstörung der Familientradition ist für den Islam wie für den Katholizismus nicht hinnehmbar. Die Äußerungen des Papstes zur Gender-Theorie sind eindeutig. Er erkennt darin einen „Weltkrieg, um die Ehe zu zerstören.“ So sieht „Progressivität“ bei Katholiken aus. Über den Islam, was dies betrifft, wurde an dieser Stelle schon genug gesagt. Immer wieder empfehlenswert ist Sure 4,34. Die Kölner Nafris mögen das meiste aus ihrer Religion vergessen haben – wie man Frauen zu behandeln hat, daran werden sie nie Zweifel aufkommen lassen. Simone Peter hat das alles verdrängt. Oder nie gewußt.

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