Maghrebinische Geschichten (2) oder: das „Peter-Prinzip“

Satire zum Jahreswechsel

Simone Maria Peter, die Grünen-Chefin mit dem strengen Blick, verteidigt die Humanität auch dort, wo Menschenrechtsmuffel die Welt längst als Schwarz-Weiß-Maler in böse Nordafrikaner und gute Bio-Deutsche aufgeteilt haben. So etwa nach Silvester 2015. Simone Peter hingegen will alle Menschen zuerst als Menschen, nicht als Männer, gar Nordafrikaner geschweige denn „Nafris“ sehen. Nafris sind keine Menschen, auch wenn die Polizei in Köln eine bestimmte Gruppe von Menschen so bezeichnet und damit „entmenschlicht“. Sagt Simone Peter. Statt die mit „hohem Aggressionspotential“ (Polizeiauskunft) in Köln wieder angereisten sog. „Nafris“ (nordafrikanische Intensivtäter) generalverdächtigend, den polizeiaffinen Rassismus im Hinterkopf, zu kontrollieren (racial profiling), ehe sie überhaupt Frauen anfassen und beklauen können, muß man dem Peter-Prinzip zufolge abwarten, bis sie klauen und anfassen. Das könnte man auch hochauflösend fotografieren und filmen. Dann sei allerdings ein Zugreifen sinnvoll und ein gerechtes Urteil vor Gericht unvermeidlich.

Man könnte das Prinzip noch effektiver gestalten, indem man mutige Frauen mit Karate-Kenntnissen als Köder in kurzen Röcken und auffällig geschminkt vor den Bahnhof stellt und aus einem Versteck am Dom beobachtet, was die Nafri-Horden, die dem Bahnhof entströmen, mit diesen Frauen anstellen. Auch die Rechtstaat-Prinzipien würden von diesem upgedateten Peter-Prinzip profitieren. Man könnte auch LKWs irgendwie auffällig-unauffällig an Stadträndern mit Schlüsseln abfahrbereit plazieren und beobachten, ob ein bärtiger IS-Terrorist in die Falle geht, einsteigt und in eine Fußgängerzone rast. Dann hätte man ihn und bräuchte noch nicht einmal Fingerabdrücke und Ausweise.

Will man aber das Peter-Prinzip in seiner ursprünglichen Gestalt anwenden, und zwar auf Simone Peter selbst, dann wird es politisch. Es besagt nämlich, daß in einer Hierarchie, also auch in einer Partei, jeder Beschäftigte dazu neigt, bis zu einer Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen. Diese Neigung wird man Frau Peter nicht absprechen dürfen und auch nicht die Tatsache, daß sie angekommen ist oben in der  Grünen-Hierarchie. Von dort aus treibt sie mit ihrem eigenen Peter-Prinzip Massen von Wählern den rechten „Rattenfängern“ in die Arme. Ob man dies als „Unfähigkeit“ qualifiziert,  ist Geschmacksache. Das politische Milieu, zu dem sie gehört, bildet derzeit in Berlin eine rot-rot-grüne Regierung. Bei dieser enrdeckte der ZEIT-Autor Jens Jessen einen programmatischen Großentwurf, der in seiner „Weltfremdheit erschreckend“ sei. Jessen schreibt von „der Mission einer Sekte“. Daß deren Ziele, wie jetzt anläßlich von Köln 2016 zu beobachten ist, auch von ehrenwerten Menschenfreunden wie Amnesty International geteilt werden, macht nachdenklich.

Haben wir immer noch nicht begriffen, daß wir seit 9/11 in einer veränderten Welt leben? Dort hat die Religion einen Stellenwert, den sie in Europa seit der Aufklärung nicht mehr hatte. Säkularisierung war angesagt, selbst in der Türkei. Sprachen wir früher von Türken, Ägyptern, Bosniern und Afghanen, sprechen wir heute von „Muslimen“, weil all diese Menschen sich anscheinend durch ihre Religion selbst als „Umma“ definieren. Auch die „Nafris“, deren Auslegung der muslimischen Regeln anderen Muslimen große Kopfzerbrechen bereitet. Aber niemand kommt an der Einsicht vorbei, daß das Nafri-Frauenbild, wie es sich in Köln vor einem Jahr manifestierte, ein genuin muslimisches ist.

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Eine Antwort zu Maghrebinische Geschichten (2) oder: das „Peter-Prinzip“

  1. Kassandra schreibt:

    Hier mal eine vernünftigere Stimme:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/koeln-kritik-an-polizei-silvesterkontrollen-und-nafri-begriff-kommentar-a-1128266.html

    Ich persönlich gehe, vollkommen „unkorrekt“, davon aus , dass min 80-90% der „Nafris“ die heuer in Köln waren, letzes Jahr ihren „Spaß“ hatten.
    Woher ich diese steile These nehme. Die ganze Welt weiß, dass der deutsche Rechtsstaat durch „Köln“ an seine Grenzen gekommen ist und rein statistisch niemand etwas zu befürchten hat, denn die Verurteilungen liegen im unteren Promillbereich. Da komme ich doch gerne wieder zurück auf die Domplatte und ziehe blank. Frau Peter sollte mal aufwachen aus ihrem Gutmenschentum, oder sie sollte sich mal fragen, ob sie sich persönlich in eine solche Gruppe „Nafris“ begeben würde OHNE Polizeischutz. Ich denke nicht.
    Wir können der Intolleranz nicht mit Tolleranz begegnen.
    Die Politik ist gefragt entsprechende Gesetze zu erlassen und die öffentliche Sicherheit und unsere offene Gesellschaft zu schützen. Dazu gehören dann im Zweifellsfalle auch entsrechende Gesetze für Gäste, die vor Krieg geflüchtet sind. Ein allgemeines Kopftuch Verbot, denn hierbei handelt es sich keineswegs um ein Gebot, sondern um ein politisches Statement gegen Frauen.
    Unsere offene Gesellschaft muss auf dem Boden des Grundgesetzes fußen und darf KEINE Religion den Vortritt lassen. Religion muss Privatsache bleiben. Schulpflicht incl. Sport und Schwimmen muss durchgesetzt werden. Dafür muss im Zweifel auch das GG geändert werden.
    Vielleicht haben sich die Väter und Mütter des GG durch die Ewigkeitsklausel ein Kuckugsei gelegt.

    Artikel 79 Absatz 3 GG lautet:

    „Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.“
    

    Man könnte natürlich den Artikel 79 ändern, denn dieser unterliegt ja nicht dieser Klausel

    Das Problem dabei

    Art 3
    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der
    Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat
    und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt
    werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
    Art 4
    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen
    Bekenntnisses sind unverletzlich.
    (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

    Diese Rechte werden eiskalt ausgenutzt, damit muss der Staat nun umgehen.

    Ich sehe da eher schwarz.

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