„Köln“ und die Ausreden

Das große, heilige Köln verstärkt die Mauern, überprüft die Zugbrücken, modernisiert die Bewaffnung der Männer auf den Wällen – es könnte ja wieder, unter der schwarzen Flagge des IS oder unter der grünen der Propheten, zu einer Überwältigung der Stadt kommen, unter der vor allem die weibliche Bevölkerung zu leiden hätte. Diesmal wird unter dem Oberbefehl des obersten Stadtverteidigers Innenminister Jäger und seiner (Arm-Distanz)-Adjutantin OB Rekers die Stadt bis zum letzten Blutstropfen verteidigt. Wie Wien ehemals gegen die Türken. Ehrenwort!

Die Nacht von vor einem Jahr hinterließ nicht nur eine Wunde, wie man jetzt überall liest, sie beförderte auch die Konjunktur eines Wortes, das man sonst bei Katastrophen genozidaler Art vor allem in Afrika zu verwenden schien: Staatsversagen. Der Staat versagte bei seiner allervornehmsten Aufgabe: die Bürger zu schützen. Man muß unterstreichen: die Bürgerinnen. Für Männer in weniger zivilisierten Gesellschaften bedeutet es die größte Scham und Schande, ihre Frauen und Töchter nicht vor dem Feind geschützt zu haben. Das gilt auch für das zivilisierte Deutschland als Staat, dessen Scham sich allerdings in Grenzen hielt. Wäre Hannelore Kraft zurückgetreten, hätte man ihr die Scham abgenommen.

Bei den verzweifelten Versuchen, dieses Versagen zu rechtfertigen, hatte bald die Behauptung Konjunktur: So etwas habe es noch nie gegeben. Doch man wußte seit langem wohl um die Potentiale jener Jungmänner-Antänzer und Kriminellen aus dem maghrebinischen Raum, um die unübersehbare Mehrheit junger Männer unter den Flüchtlingen, und um das Frauenbild muslimischer Männer hätte man auch wissen können – wenn man sich solch „rassistisches“ Wissen nicht nachgerade verboten hätte. Es galt die Formel: Rassisten sind schlimmer als Islamisten. Und ein Rassist ist einer, der den Islam verunglimpft. Der Begriff „Islamophobie“ stand jedermann frei zum Gebrauch. So duckten sich auch jene Verleugner und Kommunikationsverweigerer im Kölner Polizei-Apparat und in der Düsseldorfer Regierung weg vor der Keule „Islamphobie“ und setzen die Legende in die Welt, es hätte friedliche Umarmungen auf der Domplatte gegeben, sozusagen eine innige Verbrüderung der Kulturen. Arabischer Mann küßt deutsche Frau und greift ihr als Ausdruck leidenschaftlichen Begehrens zwischen die Beine. Die Reaktionen in den Dienststellen, die die Notrufe vergewaltigter Frauen empfingen, deuten auf solch ein Einstufung der Übergriffe hin: Blöde Weiber, ist doch Silvester, seid nicht so zickig! „Belästigung“ war das Codewort.

Zwei weitere formelhafte Versuche, die Täter und ihre Taten wenn nicht zu verharmlosen, so doch sie aus einem möglichen religiösen Kontext zu lösen, kommen hier ins Spiel. Auch Feministinnen verwiesen bald auf den weltweit grassierenden Sexismus. Die Araber am Dom hätten sich eben nur so verhalten wie alle Männer. Es handle sich nicht um ein Problem des Islam, sondern um eins des Patriarchats. Das wiederum  erinnert an jene notorischen Versuche, des heiligen Paulus folgenreiche Misogynie zu erklären, indem man das patriarchale Denken vor 2000 Jahren ins Feld fühlt, das mit seinem Glauben nichts zu tun hätte. Abgewehrt wird dabei die naheliegende Einsicht, daß die Vatergötter der monotheistischen Religionen die vergöttlichten Männeridole sind, die auf Erden als Könige, Kaiser und Kalifen regieren. Die Erfinder jener Mythen, die gleichzeitig das volle Menschsein der Frau („Rippe“, „Gehilfin“,“Gefährtin“) in Frage stellten, sind nichts weiter  als die Schöpfer einer Rechtfertigungsideologie des Patriarchats, die wir „Monotheismus“ nennen und zur höchsten Religionsform erklärt haben.

Daran konnte schließlich Mohammed, der „Befreier der arabischen Frau“, anschließen, der immerhin das Verbot aussprach, die im alten Arabien geläufige Sitte, unerwünschte neugeborene Mädchen lebendig im Wüstensand zu verscharren, weiterhin zu befolgen. So profilierte er sich als fortschrittlicher Patriarch. Immerhin. Sein Männerbild war hingegen archaisch und ist  es bei seinen Nachfolgern noch heute. Männer sind unverbesserliche Triebwesen, die auf den Anblick enthüllter weiblicher Haut mit schließlich unweigerlich schmerzhaften Erektionen reagieren. Entsprechend dient die Verhüllung der Frau und die Trennung der Geschlechter im öffentlichen Raum dem Schutz der Frau. Dies zum Thema „Burkaverbot“.

Und jetzt kommt die Pointe der Repräsentanten des heutigen Islam: Mohammed hätte ein Verhalten wie das der Männer auf der Domplatte nie gebilligt. Dies Verhalten sei absolut unislamisch. Nun  ist es ein aus der ganzen arabischen Welt und auch aus Pakistan bekannter Sport, ein auf dem Tahrir-Platz während des „arabischen Frühlings“ zur vollen Entfaltung gekommener Brauch, auf Frauen, die ohne männliche Begleitung sich in der Öffentlichkeit bewegen, geradezu Jagd zu machen mit dem Ziel eines irgendwie befriedigenden sexuellen Erlebnisses. Ursache dieses Verhaltens ist nun, und das ist keine haltlose Spekulation, die massenhafte sexuelle Frustration junger Männer. Sexualität ist nur in der Ehe gestattet, und die kann sich von den Jungen kaum einer leisten. So bringen die Regeln des Islam, die den Umgang der Geschlechter durch strikte Apartheid ordnen sollen, die brutalen Ausbrüche in Atavismen hervor, welche eben jene Regeln hinwegfegen. So in Köln in jener Silvesternacht. Als Unverschleierte waren Frauen nicht geschützt, wie Muslime, die zum Ereignis befragt wurden, freimütig bekannten.

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