Morbus Islam

(eine islamophobe Polemik)

Freud sprach in seiner Schrift „Die Zukunft einer Illusion“ mit Blick auf die Religion von einer „Massenneurose“, von der „allgemein menschliche Zwangsneurose“. Das Antidot gegen diese Seelenerkrankung schien mit der Aufklärung, deren Repräsentant Freud selbst auch war, gefunden zu sein. Man war schon im 18. Jahrhundert überzeugt gewesen, Religion als Erkrankung des dem Tode offenen Auges ausgesetzten Individuums würde verschwinden wie die Pest oder andere Geißeln der Menschheit. Das bewahrheitete sich in gewisser Weise für die westliche Welt – der überwiegende Teil des Planeten wird aber weiterhin nach Erreichen der kindlichen Verständnisstufe dazu angehalten, mit absurden Ritualen und Verhaltensweisen einem Gott gefallen (an ihn glauben) zu müssen, wenn nicht furchtbare Strafen die Folge von Verweigerung sein sollen. Das funktioniert immer noch.

In Europa, der Heimat der Aufklärung, kann gerade ein Prozeß beobachtet werden, der als Paradigma für die Nicht-Linearität des aufklärerischen Lieblingsbegriffs „Fortschritt“ angesehen werden sollte. In unterschiedlichen Migrationswellen verbreitete sich der Islam als Religion und Kultur einer im der frühen Neuzeit verharrenden Gestalt einer Immunisierung gegen eben diesen westlichen „Fortschritt“. Die christlichen Kirchen teilten dieses Beharrungsvermögen, was man während des Ersten Vatikanum (1870) mit Staunen beobachten konnte. Der Streit um den katholischen „Modernismus“ dauerte noch bis zum Abschluß des Zweiten Vatikanum 1965. Ausgestanden ist er immer noch nicht. Dafür sorgen u.a. die Piusbrüder. Verglichen aber mit der Ausbreitung des Islam sind sie für die historischen Folgen der Säkularisierungs-Verzögerung nur eine Fußnote  Säkularisierung ist  mit dem Islam nicht vereinbar. Die Ordnung der Welt ist gottgewollt. „Al-Islam din wa daula“ – Islam ist Religion und staatliche Macht. Natürlich hält man diese Formel unter Verschluß, solange man eine Minorität in der Diaspora ist. Für islamische Mehrheitsgesellschaften aber gilt sie. Spielarten der Theokratie sind für den Islam dort unabdingbar. Demokratie gibt es nirgends. Wir wissen das alle.

Aber: Es ist sozusagen eine mangelnde Vorsicht oder Hygiene, die das Vordringen des auf Theokratie gerichteten Islam in Europa und der Welt leugnet, verdrängt, verharmlost. „Der Islam gehört zu Deutschland“ etwa besagt nichts anderes als: Parallelgesellschaften werden im Geiste der Toleranz und der Religionsfreiheit geduldet, auch wenn in der parallelen Welt der Geist der Verfassung und der Menschenrechte nicht weht. Hierfür steht beispielhaft die Stellung der Frau, deren Emanzipation als Prinzip mühsam erkämpft wurde auch gegen christliche Fundamentalisten und als Realität noch immer nicht vervollständigt ist. Der Islam nun fühlt sich dazu berufen, im Namen seines Propheten diesen Humanisierungsprozeß aufzuhalten, wenn nicht umzukehren. Die berüchtigte Sure 4,34, wonach Frauen minderwertig sind, den Männern zu gehorchen haben und von diesen im Falle von Ungehorsam geprügelt werden dürfen, ist gelebter Islam, auch wenn gewisse Euro-Muslime versuchen, das „Schlagen“ mit „auf den Popo klatschen“ zu verharmlosen.  In jedem Falle bleibt die Frau ein unmündiges, abhängiges Sexualobjekt.

Dieser Geist hätte nicht aus der Flasche gedurft. In der Kölner Silvesternacht hat er sich zum ersten Mal verströmt. Der gegenwärtige Streit um das Verbot der Burka,  dem Symbol schlechthin der talibanischen Spielart des Islam, bestätigt den schwanzeingezogenen Gestus einer Politik, die nicht weiß oder wissen will, mit welchem Virus sie es zu tun hat. Zu sehr sieht sie den Islam als eine mit dem heutigen Christentum in seinen Einschränkungen vergleichbare  Erscheinungsform des Monotheismus. Alle stammen von Abraham, dem Patriarchen aus der großartigen Mythenschmiede Israels. Mohammed hat ihn und seine Geschichte gekidnappt und auf abenteuerliche Weise „verwandelt“ in den Erbauer der Kaaba.. Von „Abstammung“ kann keine Rede sein. Abraham im Islam ist Mummenschanz.

Der Islam ist quasi aus der Geschichte herausgefallen, indem er glaubte, nur die Rückbesinnung auf die medinensischen Anfänge könne ihn vor seinen Feinden retten und seine alte Macht wiederherstellen. Der IS etwa versucht sich in der detaillierten Nachahmung des Propheten in Medina, dem politischen Mohammed, und findet dafür Anhänger in der ganzen Welt. Für den Islam im besonderen gilt, was der Soziologe Ulrich Beck auf alle Religionen münzen wollte: „Aller Humanität der Religionen wohnt eine totalitäre Versuchung inne. Ihnen ist ein Sinnversprechen in einer orientierungslosen Welt inhärent, das den ganzen Menschen und seinen Weltbezug erfaßt und den einzelnen aus den Angeln seiner Herkunft zu reißen vermag.“ – Man sollte auf das Quietschen der Angeln hören. .

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