Den Islam verstehen (3)

Das innerste Geheimnis des Islam, das Tor, durch das man gehen muß, um die Muslime zu verstehen jenseits befremdender Rituale und Exzesse der Grausamkeit – dieses Geheimnis ist das Geschlecht: die  Vorstellung von Mann und Frau, von der Funktion der Sexualität, von den höllischen Konsequenzen der Sünde der Unzucht. Mit Blick auf den Konflikt der Muslime mit der westlichen Welt wird deutlich, daß in keinem Bereich der menschlichen Existenz der Islam von der modernen Welt stärker abweicht, so erbarmungslos patriarchalisch, so fast verzweifelt festgekrallt an mittelalterliche Modelle erscheint, als ginge es um die Abwehr einer Gefahr, die größer ist als Krieg und Tod. Diese Gefahr, könnte ein  außenstehender Beobachter meinen, repräsentiert die Frau.

Was sagen Fatwas aus der Gegenwart über die Frau des 21. Jahrhunderts? – Die muslimische Geistlichkeit stellt die Frauen unter den Generalverdacht, dumm zu sein. „Allahs Prophet erklärt, daß Frauen einen Mangel an Intelligenz und Gottesverehrung haben. Dieser Mangel bei den Frauen lag in der Absicht Allahs. Die Frauen müssen diese Tatsache anerkennen“, belehrt uns Abdul-Aziz bin Baz, einer der prominentesten Gelehrten des sunnitischen Islam. Eine Internet-Rechtsgutaachterseite erklärt, weil die Frau „schwach“ sei, neige sie dazu, „ihre Überzeugung, ihr Denken und sogar ihre Religion leicht zu wechseln, wenn nur der kleinste Anstoß dazu kommt“. Ergänzend konstatiert das Rechtsgutachtergremium Ägyptens: „Die Frau ist vergeßlicher als der Mann. Die Hysterie sucht Frauen viel häufiger heim als Männer. Diese Psychose verursacht abrupte Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit.“ Das hat Konsequenzen, wie der Ägypter Dr. Nasr Farid Wassal erläutert, denn die Frau „leidet in bestimmten Zeiten an psychischen Störungen wegen verschiedener Unzulänglichkeiten, z.B. während ihrer Menstruation, der Schwangerschaft und nach der Geburt. Deshalb hat der Islam Frauen verboten, führende Positionen inne zu haben, d.h. Positionen, die einen reifen Verstand, viel Geduld und schnelle Entscheidungen erfordern. Diese Eigenschaften passen nicht zur weiblichen Natur.“

Bekanntlich hat der Islam die Sexualität vor allem der Männer gezähmt, indem er sie wie ein wildes Tier in den Käfig der schlechthin verbindlichen Ehe sperrte, wo der Mann, quasi als Ausgleich, absoluter Herrscher über bis zu vier Lustobjekten und Gebärerinnen sein darf. Dies wird von Dr. Youssef als Qaradawi so begründet: „Der Islam hat die Tatsache berücksichtigt, daß der Mann aus angeborenen wie sozialen Gründen derjenige ist, der nach Sex verlangt. Nach der Frau wird verlangt. Der Mann hat mehr Verlangen nach Sex als die Frau, und er hat weniger Geduld darin, keinen Sex zu haben als sie. Deshalb muß die Frau ihrem Ehemann gehorchen, wenn er mit ihr verkehren möchte.“ Dr. Qaradawi warnt die Frauen davor, sich in dieser Frage anders zu verhalten, was von Allah hart bestraft würde. Für denselben Gelehrten steht in Übereinstimmung mit dem Koran fest, ein Mann dürfe „seine Frau schlagen, wenn sie ungehorsam ist (also etwa den Beischlaf verweigert), ihm nicht zuhört und seine Vorschriften nicht einhält“. Diese Meinung wird von vielen Gutachtern geteilt. Nachgedacht wird in Theologenkreisen aber auch über die Art der Strafe. Muhammad al-Arifi empfiehlt, nicht ins Gesicht zu schlagen. „Du schlägst deine Ehefrau mit einem dünnen Zweig, leicht mit deiner Hand und du sagst zu ihr: ‚Frau, ich kann es nicht mehr ertragen. Es reicht mir. Es ist genug‘. Das leichte Schlagen bedeutet, daß er ihr Gesicht nicht verletzen darf“. „Er schlägt sie in einer Art und Weise, die ihr weh tut, ohne sie zu verletzen“, empfiehlt der Prediger Sami ar-Ruahiti.  Die Knochen sollte er ihr auch nicht brechen und ihr Leben aufs Spiel setzen auch nicht. Immerhin.

Auch die Polygamie wird – etwa von Dr. Muhammad Bakr Ismael (Al-Azhar Universität Kairo) – dadurch gerechtfertigt, „daß es sein kann, daß ein Mann sehr potent ist und seinen sexuellen Trieb nicht beherrschen kann. Was soll ein solcher Mann tun, wenn seine Frau ihre Periode lange hat oder für einen bestimmten Zeitraum keine Lust auf Sex hat? Ist es nicht besser für ihn, seinen sexuellen Trieb auf legale Weise durch eine zweite Ehefrau befriedigen zu lassen als auf illegale Weise?“ Da kann der westliche Mann nur zustimmen und bedauern, daß es für ihn solche legalen Wege zum Muschi-Hopping nicht gibt.

Die Muslime haben verstanden, daß der Sex entgegen der naiven, verharmlosenden Ansicht der Westler schon sehr früh anfängt. Etwa beim Händeschütteln, denn „durch solches Handeln wird die Gefahr der sexuellen Versuchung sehr groß“, wie Scheich Abdul-Aaziz Ibn Baz weiß. Er wird selbstbeobachtend seine beim Händereichen entstandenen Erektionen beobachtet haben. Aber die Hand der Frau ist nur ein Verführungsglied. Das Zeigen von beiden Augen verursache einen schlechten Umgang und stehe im Konflikt mit den Grundsätzen des Islam, weiß eine saudische Fatwa. Weiterhin in hohem Maß gefährlich ist die weibliche Stimme, wie das kuweitische Religionsministerium klarstellt: „Die melodische Stimme einer Frau zu hören, gilt bei allen Schriftgelehrten als verboten. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Frau zu sehen ist oder nicht. Sie darf nicht von fremden Männer gehört werden.“ Islamophobiker könnten hier von Paranoia sprechen, aber weil Islamophobie verpönt ist, versucht es der DREYZACK mit „Angst“. Nicht die Islamophobiker fürchten den Islam, sondern Frauen und weibliche Attribute wie Körperformen und Stimmen schon erzeugen bei Muslimen Panik-Attacken. Der Trieb stürzt sich tigergleich auf den muslimischen Mann und erzwingt als dessen Gegenwehr: Gewalt gegen Frauen. Oder, wenn er nicht gerade in Köln sich aufhält, deren Eliminierung aus seinem Gesichtsfeld.

Mit einer prägnanten Formel faßt der Gutachter Mahmud al-Masri die Notwendigkeit des Verschleierungsgebots zusammen: „Die Frau ist eine Blöße“. Die Konsequenz: „Das Gesicht einer Frau oder irgendwelche anderen Organe gibt Anlaß zu Unruhe. Deshalb muß die Frau ihr Gesicht und ihren ganzen Körper verschleiern.“ So der saudische Scheich Bin Baz. In dessen Heimat Saudi-Arabien hat man bekanntlich ein Problem mit autofahrenden Frauen. Die Begründung: „Wenn eine Frau Auto fährt, bedeutet dies automatisch, daß die Frau ihre Wohnung oft verlassen wird. Das führt zu Frevel und Sünden. Eine Frau, die Auto fahren möchte, muß ein Paßfoto auf ihren Fahrzeugpapiern vorweisen. Das bedeutet automatisch, daß sie sich fotografieren lassen muß. Dies führt dazu, daß fremde Männer ihr Foto sehen können. Die Folge davon sind mehr Vergewaltigungen, Nötigungen und vieles mehr.“ Man muß zugeben, Vergewaltigungen und sonstige Unrechtstaten an Frauen lassen sich nur verhindern, indem man sie in jeder Hinsicht unsichtbar macht. Schon die frühen Muslime trugen dieser Gefahr Rechnung. „Sie bauten“, heiß es in einem Rechtsgutachten Jordaniens, „die Fenster so hoch, daß man die Frauen von draußen nicht sehen konnte und die Frauen auch nicht die anderen Menschen von drinnen. Die Gästezimmer wurden getrennt von den anderen Zimmern gebaut, so daß die Frauen der Gastgeber nicht gesehen werden konnten.“ Man sieht, wenn man die Frauen behandelt wie ein Ebola-Virus, wird der Mann vor einer gefährlichen Krankheit bewahrt – von der Sünde der Unzucht, die ihn in die Hölle bringen kann, die zu begehen er aber in jeder Sekunde bereit ist.

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