Den Islam verstehen (2)

Was sagen die Rechtsgutachten zu Ungläubigen, Konvertiten und Apostaten. Was sagen sie zu den Strafen, die für sie vorgesehen sind?

Berühmt und vielzitiert als Beleg für die Toleranz des Islam ist der Vers 256 der Sure 2: „Es gibt keinen Zwang zum Glauben“. Wunderbar, sagt der sinnsuchende Jugendliche, der mit der christlichen Erbsünde und der Trinität fremdelt, das ist eine einfache klare Religion. Ich muß nur an Allah und den Jüngsten Tag glauben und die fünf Säulen beachten, von denen das Gebet die wichtigste ist. Ich konvertiere. Jetzt ist er im Käfig und kommt nicht mehr heraus. Denn, sagt der ägyptische Rechtsgelehrte Abi Ishak als-Huwaini, „wer freiwillig zum Islam konvertiert und nicht gezwungen wurde, darf den Islam nicht wieder verlassen. Falls er das tut, gilt für ihn die Todesstrafe.“ Ein anderer Gelehrter, Muhammad Mitwalli ash-Sharawi, warnt: „Halte dich fern vom Islam. Denn falls du nicht sicher bist, ob du beim Islam bleiben möchtest, werde ich dich töten.“ Egal ob geborener Muslim oder Konvertit: „Die Strafe für den Abfall vom Islam ist Tötung“ (Dr. Yusuf al-Quaradwi). Eine Erläuterung für diese Haltung kommt vom saudi-arabischen Scheich Saleh al-Fawsan: „Allah sagte nicht, daß jeder nach seinem eigenen Willen leben dürfe, sondern nur, ‚damit sie Mir dienen‘. Derjenige, der sich weigert, Allah anzubeten, muß so lange bekämpft werden, bis er entweder zum Islam zurückkehrt oder getötet wird. Die Aussage Allahs ‚Es gibt keinen Zwang in der Religion‘ meint keine Meinungsfreiheit.“ Damit ist auch eine ernüchternde Ablehnung der Demokratie ausgesprochen, weil es Allah selbst sei, der sie nicht dulde.

Wer allerdings weder als Muslim geboren ist noch zum Islam konvertierte, kann im Diesseits nicht von Menschen bestraft werden. Dessen Bestrafung hat sich Allah vorbehalten. Etwa die der Juden, „denn die Juden, die die Botschaft Muhammads erreicht hat und die nicht an den Islam glauben, sind verhaßte Ungläubige und dem Feuer versprochen“, erklärt das Rechtsgutachtergremium in Quatar. Für das Privileg des Islam (und nicht etwa des Christentums), die Todesstrafe bei Apostasie zu vollziehen, gibt der ägyptische Gelehrte Dr. Ahmad an-Naqib eine erstaunliche Erklärung: „Das Christentum ist nicht die abschließende Religion, sondern eine Religion, die vom Islam ausgelöscht wurde. Die Hinrichtungsstrafe für den Abfall zeichnet lediglich die abschließende Religion aus, als Ehrung der abschließenden Religion, die alle anderen Religionen ausgelöscht hat. Deshalb gibt es auf der ganzen Erde keine Religion, die die Hinrichtungsstrafe für den Abfall vorschreibt.“ Ein anderes Fatwagremium erläutert, warum die Tötung des Apostaten nicht im Widerspruch zu den Menschenrechten und der Glaubensfreiheit steht, denn „die Tötung eines vom Islam Abgefallenen ist die Bewahrung der Menschenrechte, denn der Abgefallene begeht ein gravierendes Verbrechen durch seinen Abfall von Allahs Religion. Allahs Religion ist das beste für die Menschheit.“

Solche Gedankengänge zu verstehen und sich nicht an ihrer Zirkelschlüssigkeit zu stören, bedeutet: den Islam verstehen. Wer sich diesem Verstehen verweigert, will die Muslime diesmal mit westlicher Logik überwältigen als mit einem Gedankenimperialismus. Wie wenig Bereitschaft zum Verstehen die westlichen Nationen besitzen, zeigte sich, als sie sich darüber empörten, daß viele Muslime vor Freuden auf ihren Plätzen und Dächern tanzten, als die Zwillingstürme in einem majestätischen Schauspiel zusammenstürzten. Auch als der Hurrikan „Rita“ die Amerikaner heimsuchte, freuten sich viele Muslime. Zu Recht, denn erläutert Scheich Nasser bin Sulaiman al-Umar: „Die Katastrophen Amerikas sind eine Strafe Allah für Gottlosigkeit und Hochmut. Wenn wir sehen, wie der Hurrikan Amerika zerstört, wollen wir uns freuen und Allah dafür danken.“ Wahre Muslime heucheln kein Mitleid.  Muslime räsonieren nicht. Sie glauben. Verstanden wird dies auch von Gläubigen anderer Religionen, wenn auch die Muslime ihren Glauben am konsequentesten gegen alle zersetzende „Vernunft“ verteidigen. Dafür werden sie auch von vielen Christen bewundert und konsequenterweise eingeladen, unter uns zu wohnen.

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