Unreine Hände

Vorsicht: Dieser Beitrag enthält satirische Elemente

Ein Berliner Imam verklagt eine Lehrerin der Schule, die seine beiden Knaben besuchen. Die Lehrerin habe ihn beleidigt, seine „Religionswürde“ verletzt und ihn in fremdenfeindlicher Weise diskriminiert. Was hatte die Beschuldigte getan? Mohammed-Karikaturen verbreitet? Einen Koran verbrannt? Allahs Barmherzigkeit angezweifelt?Schlimmer: sie, eine (wahrscheinlich)Schweinefleisch essende Ungläubige, hatte dem frommen Mann anläßlich eines pädagogischen Gesprächs über die Kinder ein unzüchtiges Angebot gemacht. Sie hatte ihm ihre Hand entgegengestreckt und ihn zugemutet, diese, quasi als Einladung zum Geschlechtsverkehr, zu ergreifen. Die Schule entschuldigte sich im Geist eines friedlichen Miteinander bei dem Geistlichen. Ob die Pädagogin abgemahnt wurde, ist nicht bekannt.

Der Berliner TAGESSPIEGEL fand die Klage des Imam und die Geste der Schule angemessen und stellte in einem Kommentar die Frage: „Warum sollen Männer gezwungen werden, fremde Frauen anzufassen?“ Besagte Zeitung hat schon manches Mal integrationsförderndes Verständnis für muslimische Männer gezeigt, etwa indem zwei Redakteurinnen nach „Köln“ behaupteten, selbsternannte Opfer der Silvesternacht hätten mit Anzeigen gegen sog. „Nordafrikaner“ generalverdächtigend Islamophobie befördern wollen. Journalistischer Scharfsinn dringt eben durch den Schleier medienerzeugter Massenverdummung und weist auf den wahren Kern der Ereignisse: die sind wie die Mondladung vielleicht gar nicht passiert, sondern nachträglich in Kölner Filmstudios produziert worden. Immerhin denkbar. Wenn aber nicht, könne man durchaus unterstellen, die angeblich geschädigten Frauen seien Huren gewesen. Hätten doch die angeklagten Männer wiederholt bestätigt, daß es sich um solche gehandelt habe, die nicht zu „schädigen“ seien, wenn man ihnen Finger irgendwohin stecke.

Der DREYZACK stellt mit Erleichterung fest, daß die Integration der friedlich unter uns lebenden Muslime Fortschritte macht. Immer mehr Bio-Deutsche, Christen wie Atheisten, verstehen immer mehr vom Islam, denn schon Goethe war vom Koran, den jetzt viele lesen, beeindruckt. Die vegane Bewegung wächst und verzichtet auch auf Schweinefleisch. Statt irgendwelche fremde Hände zu schütteln, sagt man, gesundheitlich weniger bedenklich: Hallo! Dabei könnte man zusätzlich, wie der klagende Imam vis-a-vis der zudringlichen Lehrerin, die Hand aufs Herz legen. Kopftücher und Burkinis werden zunehmend als Bereicherung der Modepalette begrüßt. Vielleicht würden farbenfrohe Burkas auch sogar von den intoleranten Resten der Gesellschaft, deren Kinder sich vor schwarzen Gespenstern fürchten,  gern gesehen. Und nicht nur in der Brüderle-Fraktion oder in der AfD ist man froh, daß der Ausuferung feministischer Forderungen und Anmaßungen Grenzen gesetzt werden – wenn auch bis jetzt überwiegend nur im islamischen Milieu. Aber das könnte sich ändern. Die katholische Kirche und den fortschrittlichen Papst nerven ganz offenkundig zunehmend Forderungen nach Frauenordination, wie sie wieder beim Katholikentag vorgetragen wurden. Natürlich folgenlos. Und im Vatikan weiß man, wo die wahren Verbündeten zu finden sind. Entsprechend nimmt man gern die Vettern gegen Attacken aus dem gottlosen Lager in Schutz.

Die Wahrheit des Slogans „Das hat mit Religion nichts zu tun“ gilt für alle, nachdem er schon fast die Kraft eines Glaubensbekenntnisses errungen hat. Die Medien sollten verpflichtet werden, jeden Bericht über Terror und Krieg mit diesem Satz (Variationen wären möglich) anzureichern, etwa so: Der Fahrer des Trucks von Nizza mag Muslim gewesen sein, aber seine Tat hat … etc… Vielleicht war er betrunken, und Muslime dürfen sich bekanntlich nicht betrinken. Oder wenn katholische Iren und protestantische  Nordiren sich demnächst wieder gegenseitig an die Kehle gehen. Für Sunniten und Schiiten gilt es schon aktuell. Auf diese Weise würde man es der Religion erleichtern, ihre friedliche Wirkung zum Segen aller zu verbreiten.

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