Bete und arbeite!

Wie und wo entstehen Parallelwelten? Etwa an Universitäten in Gebetsräumen, auch „Räume der Stille“ genannt? Um sie gibt es seit längerem Streit, seitdem männliche muslimische Studenten diese Räume, die für alle gedacht waren, in Ersatzmoscheen umzufunktionieren gedachten. Oder in salafistische Treffpunkte wie vor einiger Zeit in Bochum, wo ein ehemaliger Leibwächter Osama bin Ladens Gleichgesinnte um sich sammelte. Wer nicht versteht, daß das Gebet der Muslime eine äußerst anspruchsvolle Handlung ist, die viel Vorbereitung  und überhaupt über den Tag gesehen viel Zeit erfordert (gebetet wird mittags, nachmittags, abends, nachts und in der Morgendämmerung – also fünfmal täglich), versteht auch nicht den Ernst des Streits. So gibt das Gebet dem Tag einen disziplinierenden Rahmen wie in einem christlichen Kloster. Nun ist die Welt, in der muslimische Studenten und auch sonst Arbeitende in Europa leben, kein Kloster. So entstehen Probleme aus einem für eine Kultur unverzichtbaren Ritus, denn das gemeinschaftliche Gebet soll den einzelnen Gläubigen in die Solidarität der Gemeinschaft der Muslime fest einbinden. Aber der Muslim darf beileibe nicht unvermittelt vom täglichen Geschäft, etwa seinen BWL-Studien, zur Verrichtung des Gebets übergehen. Je nach dem Grad der vorherigen Verunreinigung wird eine Teilwaschung ober eine Ganzwaschung (etwa nach Geschlechtsverkehr)  vollzogen.

Bei näherem Hinsehen erscheint das Gebetsritual der Muslime einem psychoanalytisch halbwegs Geschulten als Ausdruck einer Neurose, in der mit erheblicher Rigidität Kontrollzwang und Waschzwang verbunden werden. Mohammed muß ein Kontrollfreak gewesen sein, was sich vielleicht aus den Anfängen seiner Verkündigung erklären läßt, als er seine noch wenigen Anhänger zusammenhalten mußte. Der Waschzwang, den Freudianer  mit der analen Entwicklungsphase, mit unterdrückter Aggression in Verbindung bringen, zeigt auch einen Aspekt der den ganzen Islam beherrschenden, teilweise panikartig ausgeprägten Angst vor der sexuellen Anziehungskraft der Frau und entsprechend der eigenen Triebstruktur. Reinheitstabus betreffen vor allem den Körper (Verbot von Händeschütteln etc.) und produzieren die umständlichsten Waschrituale.

Vor dem Gebet wäscht sich der zukünftige Beter die Hände, putzt die Zähne, spült sich den Mund aus, zieht Wasser aus der rechten Hand in die Nase, spuckt das Wasser aus und läßt es aus der Nase in die linke Hand zurückfließen; er wäscht und reibt sich das ganze Gesicht von der Haarwurzel bis zum Kinn und von einem Ohr zum anderen; er streicht sich über den Kopf einschließlich der Ohren, bei diesen außen und innen; beim Streichen über den Kopf mit Wasser beginnt er vorne, zieht es bis zum Hinterkopf und wieder zurück; er wäscht sich die Füße bis zu den Knöcheln und sorgt dafür, da ß das Wasser die Haut zwischen den Zehen benetzt; er beginnt mit dem rechten Fuß, dann wäscht er den linken und reibt beide Füße. Besonders Fromme wiederholen das Ganze dreimal. (Quelle: Islam-Lexikon).

Dies ist, wie man vielleicht vermuten könnte, keine hämische Satire. Aber ein starkes Indiz dafür, daß es Mohammed gelungen ist, seine wie auch immer entstandene private Zwangsneurose in ein Massenzwangsritual zu verwandeln, mit dessen Hilfe ein festes Gerüst in eine Religion eingezogen wird. Der Zwängler und Konrollfreak Mohammed produzierte gleichzeitig einen ihm ähnlichen Gott – nämlich als Kontrollfreak, der in jedes Klo hineinsieht und jede Abweichung bestraft. Daß Religionen schlechthin Massenpsychosen sind, hat schon Freud diagnostiziert; daß wir im Fall des Islam aber eine quasi fiebrig-virulente Variation als zu Deutschland gehörig vor uns haben, muß noch in die Köpfe derer eindringen, die, auch wenn selbst keine Muslime, den Islam gegen seine Kritiker als Glaubensvettern verteidigen. So beklagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, Markus Dröge, die Schließung der Gebetsräume der TU als Einschränkung der Religionsausübung. Eingeschränkt werden aber auch in solchen Räumen wie im Islam vorgeschrieben die Rechte von Frauen, die hinter einem Sichtschutz verborgen beten müssen und auch aufgefordert werden, sich zu verschleiern oder auf Parfüm zu verzichten. Mit dem orthodox ausgelegten Islam ist es wie mit einer Schwangerschaft. Man hat ihn nur ganz. Und als solcher ist er nur „integrierbar“, wenn er Mehrheitsreligion wird und die säkulare Gesellschaft sich verabschiedet.

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