Der Glaube und der Trieb

Beim „Karneval der Kulturen“ in Berlin gab es über Pfingsten nicht ganz überraschend ein Déjà-vu. Silvester in Köln wiederholte sich, wenn auch in kleinem Maßstab. Die Polizei verbreitete über Twitter „überraschenderweise“ (TAGESSPIEGEL) die Nationalität der türkisch-libanesischen Frauen-Grapscher, wohl um klarzustellen, daß diese in Deutschland geboren wurden und keine Flüchtlinge sind. Über die naheliegende religiöse bzw. kulturelle Identität verlautete nichts, wohl weil bei uns Religion Privatsache ist.

Das bei solchen Sachverhalten hergebetete Mantra der islamischen Verbände, solches Verhalten werde vom Islam streng verboten und geahndet, also könne es mit dem Islam nichts zu tun haben, ist in seiner Logik so gradlinig wie eindrucksvoll. Wahrhaftiger Angehöriger einer Religionsgemeinschaft wäre demnach, wer sich an ihre Gebote hält, also kein Schweinefleisch ißt, zum Sabbath die Füße auf den Tisch legt oder im Kriegsfall den Feind liebt, statt ihn zu töten – von der Befolgung aller anderen Regeln mal abgesehen. Muslime etwa dürfen außerhalb der Ehe keinen Sex haben (außer mit Sklavinnen).  Heiraten dürfen sie aber nur, wenn sie ein bis vier Frauen ernähren können. In der jugendlichen Hochzeit ihrer Hormonproduktion läßt sich das schwer realisieren. Glaube und Trieb geraten in einen unlösbaren Konflikt. Frustration, die nach europäischen Regeln früher im Bordell abgebaut wurde, staut sich und verwandelt sich den Einsichten der Psychoanalyse zufolge in Aggression, ohne ihre sexuelle Komponente einzubüßen. In den Testosteron-überschwemmten Hirnen muslimischer Jugendlicher wird ein Ausweg konstruiert: Hurenhafte weibliche Ungläubige genießen nicht den Schutz, auf den eine züchtige Muslima Anspruch hat. Was dem christlichen Jüngling einst das Bordell war, in das ihn auch sein Vater einführen konnte, ist – so scheint es – dem muslimischen Vetter in Europa die Straße mit ihren halbnackten Weibern  Das ist zwar nicht ganz im Geiste des Propheten, aber der hatte durchaus Verständnis für die Triebnöte seines Geschlechts, woran er selbst durchaus litt. Sein Harem überschritt die Zahl Vier beträchtlich, und auch ein neunjähriges Kind konnte zur Not als geschlechtsreif definiert werden. An die Zahl Neun hält sich der IS auch heute.

Auch die christlichen Kirchen kennen sich im männlichen Triebleben gut aus, und wenn sich schon mal oder auch häufiger Kleriker an ihnen anvertrauten Jungen und Mädchen vergingen, bedachte der zuständige Bischof die vom Zölibat ausgebrüteten Nöte, und wenn er schon den Zölibat nicht abschaffen und den Geistlichen freien Zugang zur Weiblichkeit bzw jungen Männlichkeit verschaffen konnte, hielt er gern schützend die Hand über den Sünder, versetzte ihn wohl auch, aber zeigte ihn nicht etwa an wegen eines auch von der Kirche so verstandenen Verbrechens. Die Kirche ist, anders als ihr von Feinden gern vorgeworfen wird, eben nicht stur an ihre Dogmen und Rituale gekettet, sondern durchaus menschlich und besonders tolerant, wenn es sich um unter Geschlechtsnot leidende Männer handelt. Denn die Kirche ist eine Männer-Kirche, wenn man ihr das von außen auch nicht ansieht.

Deutlich wird auch in diesem Zusammenhang, daß die Differenzen zwischen den abrahamitischen Patriarchen und ihren Schäfchen gering sind. Würde man sich weniger um Kleinkram wie Eucharistie und Trinität kümmern und sich an den Einen Gott als die Essenz halten, wäre eine Vereinigung durchaus denkbar. Auch die Täter von Berlin werden im immer noch christlichen Deutschland wie die von Köln die ganze Milde des Gesetzes erfahren, denn auch das Gesetz ist Teil eines Systems, das sich „Kultur“ nennt und in dem der große phallische Gott herrscht. Der Phallus ist, so der Psychoanalytiker Jacques Lacan, das eigentliche Symbol dieser Kultur und ihrer gesetzlichen Ordnung. Es herrscht sowohl im Judentum wie im Christentum wie im Islam das Gesetz des Vaters. Allerdings tritt es im Koran bzw. in der Scharia gänzlich unverstellt und um so brutaler hervor. Wegen dieser Klarheit und Einfachheit übt der Islam gerade heute wieder eine große Magie aus vor allem auf jene, denen das selbständige Denken erfolgreich abtrainiert wurde..

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