Kranke Hirne?

„Ich halte sämtliche Religionen für den Humbug kranker Hirne“ (Ibn Warraq)

Wer wie der indisch-stämmige Ex-Muslim Ibn Warraq (Pseudonym)  durch die Hirnwäschereien und Schleudergänge  des Islam und anderer Religionen ging, wer die Freiheit zu denken, sich nicht inhumanen Dogmen zu unterwerfen ungebrochen in Anspruch nimmt, wer wie er und wie auch Salman Rushdie  den aufrechten Gang als die ihm gemäße Bewegungsform todesmutig behaupten konnte – wer dies und noch viel mehr an mühsam errungener Menschlichkeit gegen die Zumutungen der Religionen verteidigt, befindet sich, global betrachtet, heute in einer verschwindenden Minderheit. Wenn gewisse Tendenzen unserer Gegenwart zu manifesten Tatbeständen werden sollten und nicht nur der Londoner Bürgermeister ein Muslim sein wird, dann wird diese Minderheit demnächst einer Groß-Fatwa unterworfen und dem religiösen Mob jeglicher Provenienz zum Fraß vorgeworfen. Denn auch der Mob weiß, daß diese selbsternannte atheistische Elite ihm eigentlich auch die Daseinsberechtigung abspricht. Der Mob hat keine Argumente gegen sie, aber die Macht, im Zweifel auch die Mehrheits-Macht der Demokratien auf seiner Seite.

Als am 1. Februar 1979 das iranische Volk den Ayatollah Khomeini im Triumphzug heim in sein Reich und  baldigen Gottesstaat holte, ahnte es nicht, ahnten vor allem die Frauen nicht, in welch finstere Zeiten dieses Volk mit seiner großen Kultur zurücksinken würde. Neben den kulturell rückständigeren Sunniten in Saudi-Arabien probierten die Schiiten des Iran ein Gemeinwesen ganz nach den strengsten Auslegungsmöglichkeiten des Koran aus. Dabei muß man das Heilige Buch gar nicht „auslegen“, um etwa seinen brutalen Patriarchalismus als Ordnungsfaktor nachzuvollziehen. Teheran verwandelte sich im Nu in eine Stadt voller weiblicher gesichtsloser Gespenster. Scharia-Polizisten machten sich auf die Jagd nach sichtbaren Haarsträhnen. Henker und steinigende Massen bekamen Arbeit. Drei Exekutionen pro Tag registrierte Amnesty 2015.  Unerlaubter Geschlechtsverkehr (Ehebruch) war ein Verbrechen, das besonders gradlinig zum Steinigungsort führte.

Die Auslegung der Sure 2,223 („Eure Weiber sind euch ein Acker“) durch die iranischen Kleriker mag demonstrieren, wie Religion kranke Hirne generiert, deren Krankheit von den Mächtigen als Garantie der gottgewollten Ordnung begriffen wird. Anläßlich einer Konferenz über Familienangelegenheiten beklagte der führende Kleriker Hojatolislam Hossein Dehnavi, „daß einige Frauen die Autorität nicht mehr ihren Männern zugestehen“. Und dann erläuterte der fromme Mann, worum es in dieser Sure eigentlich geht: „Eine der Aufgaben der Frauen in Bezug auf ihre Ehemänner ist, daß sie sich um die instinktiven Bedürfnisse (Sexualtrieb) ihrer Männer zu kümmern haben. Sie sollen den Stolz ihrer Ehemänner nicht brechen und ihnen gegenüber sensibel sein. “ Dabei wird der Geistliche auch an sich gedacht haben, denn der Islam kennt keinen Zölibat. Daß er, nach der DREYZAK-Definition, sich selbst und seine triebhafte Männlichkeit eigentlich als Verlängerung des Affen mit anderen Mitteln versteht, mag er ungerührt als mit Allahs Ordnung und Wille kompatibel begreifen.

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2 Antworten zu Kranke Hirne?

  1. Grauwolf schreibt:

    Dringend als Nachtlektüre empfohlen: der Auszug über die hadd-Strafen aus dem Strafgesetzbuch der Republik Iran! So einfach ist das mit der Steinigung auch wieder nicht: braucht man doch gesetzeskonforme Steinigungssteine!

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  2. ocelot schreibt:

    Genau wie du. Deswegen testet Gott solche Leute damit sie nicht ins Paradies kommen. Wir brauchen keine kranke Leute – natürliche Selektion eben genau wie Gott es wollte. Jesus wird euch bald alle bestrafen.

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