Die kulturelle Haut

Warnung: der Text enthält politisch inkorrekte Satire-Elemente.

Können „Bio-Deutsche“, wie sie neuerdings bezeichnet werden, als kämen sie herbizidfrei aus dem Öko-Markt, können die verstehen, warum die neuen, ehemals türkischen, arabischen Deutschen oder gar die neuen Flüchtlings-Nachbarn so ticken, wie sie ticken. Die Flüchtlings-Muslime vor allem bereiten Probleme und überfordern nicht selten die willkommenskulturelle Begabung der Eingeborenen.

In einer Diskussionsrunde, von der ZEIT veranstaltet, sollte der Frage nach den größten Integrationshemmnissen nachgegangen werden. Am hemmendsten, da war man sich schnell einig, ist der unterschiedliche Blick auf das Geschlechterverhältnis. Wir ahnten es schon, spätestens seit „Köln“. Die männlichen Muslime, die ihre Frauen, Schwestern und Töchter hierzulande bewachen wie in der Heimat, von anderen Männern möglichst fernhalten, deswegen einsperren, keinerlei Versuchung aussetzen; die nicht begreifen können, daß diese Wesen, die Allah ihnen als Ehezutat schenkte zur jederzeitigen Triebbefriedigung, ; daß diese „Äcker“, in deren Furchen sie ihren Samen senken können („Gehet zum Acker, von wannen ihr wollt“ – Sure 2,223), daß diese sprachbegabten Haustiere, deren man vier an der Zahl halten darf, kann man sie denn ernähren – daß diese gottgewollt Unmündigen plötzlich einen eigenen Willen, eine eigene Freiheit, ein eigenes Ich haben sollten. Daß sie gar selbstsicher ihre körperliche Weiblichkeit aller Welt zur Schau stellen durften, wo doch Allah den Mann zum sexuellen Raubtier geschaffen hat, das sich reflexartig auf jedes entblößte Stück weiblichen Fleisches stürzt, das sich seinen Blicken bietet.

Ayaan Hirsi Ali, in dieser Kultur der dauer-erregten Raubtier-Männer aufgewachsen, beschreibt ihre Verblüffung, als sie zum erstenmal einen Spaziergang in einer deutschen Stadt macht: „Ich hatte immer noch mein Kopftuch und meinen langen Rock an, doch so unverhüllt war ich seit vielen Jahren nicht mehr auf die Straße gegangen. Dennoch fühlte ich mich anonym. Hier gab es keine soziale Kontrolle, keine Blicke, die mich schweigend als Hure anklagten, keine lüsternen Männer, die mich aufforderten, mit ihnen ins Bett zu gehen, keine Mitglieder der Muslimbruderschaft, die mir das Höllenfeuer verhießen. Ich fühlte mich sicher.“

Die zu uns geflüchteten oder zuvor eingewanderten Muslime, das halten wir ihnen an dieser Stelle zugute, verweigern sich nicht aus kindischem Trotz oder Blödigkeit der neuen Kultur. Vielmehr ist die eigenen Kultur, der gynophobische Islam, ihnen nicht ein Kleid, das sie jederzeit wechseln können, sondern eine Haut, die über der ursprünglichen wuchs, als sie Kinder waren. Häutungen sind aber das Schmerzlichste, was einem Menschen zustoßen kann. Da bringen auch Salben wie die Lektüre der Verfassung und gutes Zureden von geduldigen Sozialarbeitern keine Linderung. Am schlimmsten ist die Höllenangst, jener Bestandteil der kulturellen Haut, der vor nicht langer Zeit auch in der christlichen Kultur das Gehorchen und Funktionieren, die Unterwerfung also, gewährleistete. Generationen überschreitende Prozesse sind nötig, um die göttlicher Vorschriften mit den Mitteln des eigenen Verstandes, wie die Aufklärung es fordert, als Menschenwerk zur Herrschaftssicherung zu durchschauern. Die zu sichernde Herrschaft aber ist nicht nur die des Mannes über die Frau. In einer religiös kontaminierten Kultur wie der islamischen und ehemals der christlichen dient sie auch ganz profanen Mächten zur Sicherung ihrer Besitzstände. Mit den Mächtigen hat sich die Religion immer ins Bett gelegt.

Eine Befreiung der muslimischen Frau wäre die Voraussetzung jeder halbwegs erfolgreichen Zivilisierung und Demokratisierung jener Gesellschaften, die hoffnungslos hinter dem möglichen Stand eines modern-humanistischen Welt- und Menschenbildes zurückgefallen sind oder im Begriff sind, wieder zurückzufallen – wie die Türkei. Auch dort kleidet sich der Rückschritt in das Gewand strengerer Frömmigkeit.

Letztlich sind es also die Frauen und ihr Freiheitswille, auf die wir unsere Hoffnung setzen müssen, daß sogar der Islam als verwandelter eines Tages zu Europa gehören könnte. Ob er sich in der neuen Gestalt allerdings noch selbst erkennen würde, ist eine andere Frage.

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