Kann man Allah „integrieren“?

In der aktuellen ZEIT fordert die Autorin Evelyn Finger die „deutschen Meinungsführer“ auf, „nach den tieferen Gründen der grassierenden Islamophobie“ zu fragen. Der DREYZACK, obzwar (noch) kein Meinungsführer, fühlt sich herausgefordert, denn auch in seinen Beiträgen zur Klärung der aktuellen Lage grassiert, was kein Leser übersehen kann, die Islamophobie. Vielleicht können wir Frau Finger auf die Sprünge helfen.

Nehmen wir das Thema „Integration“. Gerade wurde darüber bei „Anne Will“ diskutiert, wobei eine wunderschöne vollintegrierte Deutsche marokkanischen Urspungs als leuchtendes Beispiel gelungener Integration die Skeptiker wie den AfD-Mann Gauland und die  Polizistin Tania Kambouri widerlegen durfte. Sie  tat es mit Klugheit und Charme. Auch der DREYZACK vertrat schon immer die Meinung, daß Menschen, die als Muslime sozialisiert wurden, durchaus „integriert“ werden und eine Bereicherung sein können, was immer „Integration“ heißt. Das Problem sind aber, behaupten wir, nicht die „Muslime“ –  das Problem ist der „Islam“. Nicht weil er halsstarrig und bösartig sich der Integration verweigert, sondern weil er qua Kultur und Religion gar nicht integriert werden kann. Er verlöre dabei sein Innerstes, sozusagen seine Seele, das, was ihn einzigartig macht unter den Religionen. Nicht wenige christliche Kritiker eines laschen, selbstvergessenen Christentums bewundern den Islam dafür. Goethe nannte den „Stil des Korans in seinem Inhalt und Zweck gemäß streng, groß, furchtbar, stellenweise wahrhaft erhaben“.  Heute wirbt der moderne Dichterkollege Martin Mosebach für ein Christentum, das sich ein Beispiel nehme an der Ernsthaftigkeit, mit der die Muslime ihren Glauben lebten.

In Großbritannien gibt es etwa so viel Muslime wie in Deutschland, meist aus Pakistan oder Bangladesh stammend. Unter ihnen wurde jüngst eine Umfrage gemacht, die herausfinden sollte, wie sie „wirklich denken“. 39 Prozent der Befragten meinten, Frauen sollten ihren Ehemännern gehorchen (Sure 4,34 u.a.). 31 Prozent erklärten, ein Mann dürfe mehr als eine Frau haben (Sure 4,3). 23 Prozent sind überzeugt , daß man nach der Scharia und nicht nach britischen Gesetzen leben solle. 4 Prozent (100 000) immerhin sympathisieren mit Selbstmordattentätern. – In der Debatte, die die Umfrage erzeugte, sagte eine Politologin: „Ich habe eine Interpretation des Islams vorgefunden, wie man sie bei den Taliban kennt.“ Es gebe „vollkommen abgeschottete Gemeinden“. Für Frauen habe das schwerwiegende Folgen. Sie gälten als austauschbar und würden als minderwertig behandelt. Ein Fehler sei es, zu denken, daß die Muslime westliche Werte annehmen wollten. Armes England!

Was empfiehlt dagegen Evelyn Finger?  Ganz besonders die Muslime müßten „die Selbstaufklärung ihrer Religion betreiben“. Das hat was von einer Gebetsmühle, von Hilflosigkeit. Dem entgegnen Muslime so selbstsicher wie stereotyp, der Islam habe sich schon längst aufgeklärt, und zwar in Gestalt von Ibn Rushd im 12. Jahrhundert. Das sollten die Westler endlich zur Kenntnis neben, die ohne Hilfe der Araber immer noch im finsteren Mittelalter herumtappen würden. Sie hätten weder eine Ahnung von der „Null“, also auch keine Computer, noch von Aristoteles, also keine Logik, und würden immer noch an Hexen glauben, die auf Besen reiten. Wie überlegen, klar und allgemeinverständlich erscheint dagegen der Glaube an den Einen Gott, Allah, für den es einfach unzumutbar sei, sich den Gesetzen und falschen Überzeugungen der Ungläubigen  und Polytheisten (die Christen sind Polytheisten) unterzuordnen. Auch in die Nische einer privaten Religiosität ließe er sich nicht sperren. Alle Menschen seien Muslime und hätten seinen Gesetzen, der Scharia, zu gehorchen.Wenn heutige Muslime sich darauf berufen, darf man sie nicht verklagen, sondern ihren religiösen Eifer sollten alle Mosebachs im Lande bewundern. Allah ist durch keine Menschenrechte oder Grundgesetze zu domestizieren.  Wenn sich die britischen Muslime fürs Steinigen von Ehebrechern aussprechen, sind sie ganz nah bei ihrem Gott. Was gibt es da aufzuklären?

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