Die Islamophobie der Muslime

Seit dem Brüsseler Terror ist in liberalen muslimischen Kreisen Europas eine Besorgnis zu beobachten, die „Angst“ zu nennen nicht übertrieben scheint. Nicht daß die Befürchtungen hinsichtlich der Reaktion der nicht-muslimischen Welt größer geworden seien –  nein, sie fürchten sich vor den Exzessen ihrer Kultur und Religion selbst, deren Ursachen sie als zutiefst Vertraute präziser analysieren können als jeder externe Beobachter. Die wenigsten lösen sich, wie Ayaan Hirsi Ali, durch einen endgültigen Schritt in den Atheismus oder in Konversion. Die meisten bleiben Muslime, wie man ja nach den Regeln dieser Religion als Geschöpf Allahs diesen Schöpfer auch nicht einfach verlassen kann wie ein Kind, das die Eltern im Trotz verläßt. Alle Menschen sind Muslime. Sie sind als solche geboren. Also bleiben die meisten Kritiker ihrer Religion in deren gegenwärtiger Verfassung dieser treu.

Der Wiener Religionspädagoge Ednan Aslan weist die einem Abwehrreflex entspringende stereotype Behauptung links-grüner europäischer Politiker und islamischer Verbandsvetreter zurück, die IS-Kämpfer seien wegen ihrer grausamen Taten keine Muslime. Der Islam verbiete solche Taten. Unsinn, sagt Aslan im ZEIT-Interview, die theologischen Grundlagen des IS und die Lehre der allgemein anerkannten Theologen unterschieden sich in zentralen Punkten kaum voneinander. Die muslimischen Verbände wollten nur die Handlungen des IS, nicht aber seine theologischen Handlungsgrundlagen kritisieren. Die Gewalt, die von den fanatisierten Dschihadisten ausgehe, habe sehr wohl theologische Hintergründe. Aslan stimmt mit anderen Beobachtern wie der Anwältin Seyran Ates überein, die Radikalisierung junger europäischer Muslime vor allem an der Glaubenserziehung festzumachen. „Die jungen Muslime in Europa,“ sagt Aslan, „die sich mit der IS-Ideologie identifizieren, haben ein angstbesetztes, erstarrtes Gottesbild kennengelernt. Sie sind eigentlich religiöse Analphabeten , weil sie zur Unmündigkeit im Glauben erzogen wurden. Intoleranz gedeihe, ergänzt Seyran Ates, im Schatten unserer toleranten und freien Gesellschaft. „So zieht Europa im Namen der Religionsfreiheit seine eigenen Mörder heran“, ist ihr Fazit.

Davor fürchtet sich auch der algerische Autor Boualem Sansal: „Die Islamisten deuten die Toleranz der Kanzlerin als Eingeständnis des Scheiterns. Wenn ich Islamist wäre, würde ich morgen in Deutschland eine Partei der Muslimbruderschaft gründen.“ Sansal geißelt wie der DREYZACK das überbordende Verständnis deutscher links-grüner Willkommenskulturisten, die etwa die Kölner Silvesternacht herunterspielten. Er spricht vom Stockholm-Syndrom der angegriffenen Gesellschaft, die versuche, Verständnis zu entwickeln. Er zeigt kein Verständnis für die „panische Ausgrenzung der Islam-Kritiker, die zu Rechtsextremisten erklärt“ würden und schlußfolgert: „Auch in Europa ist es mit der Meinungsfreiheit nicht weit her, sobald es um den Islam geht. Die bloße Erwähnung des Begriffs würgt jede Diskussion im Keim ab und läßt sie auf Phrasen und Allgemeinplätze des politisch Korrekten zusteuern.“ Wir kennen diese Phrasen à la „Man kann nicht alle Muslime unter Generalverdacht stellen.“ Sie permanent zu dreschen – das ist der wahre Stammtisch, etwa in Talkshows..

Von Camus zitiert Sansal den Satz: „Wer die Dinge beim falschen Namen nennt, trägt zum Unglück der Welt bei.“ Wer die Selbstbeschreibung des Islam als „barmherzige“ Religion wörtlich nimmt und verbreitet, ergänzt der DREYZAK,  mag „gut“ oder „gutgläubig“ sein, aber vor allem verzichtet er auf Lesekompetenz und Vernunftgebrauch. In einfacher Sprache: Er ist oder stellt sich dumm. Sollen wir ihn wieder „Gutmensch“ nennen? Der Koran, sollte er durch Selbst-Lektüre begreifen, ist wie das Alte Testament durch und durch unbarmherzig. Das Frauenbild des Propheten, den manche einen „Feministen“ nennen, entspricht dem der alten Griechen in Athen und bedeutet für die Frauen in der heutigen Welt Demütigung, Unterwerfung, Entmenschlichung. Selbstbestimmung, vor allem sexuelle, wird ihnen vorenthalten. Der IS, der quasi von allen modernen Zutaten gereinigte „wahre“ Islam, aber auch und nicht nur Saudi Arabien, führen das vor. Eine primitive Form des Patriarchats  geriert sich als ewig gültige göttliche Ordnung. Sie ist nicht mehr und nicht weniger als eine Gefahr für die Menschheit. Kluge Muslime haben das begriffen. Wir sollten sie ernst nehmen. Dies hat wohl auch Michel Houellebecq mit seinem Buch „Unterwerfung“ sagen wollen.

 

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Eine Antwort zu Die Islamophobie der Muslime

  1. Kassandra schreibt:

    Ich wundere mich seit 9/11 warum es die ach so friedlichen Musilime es nicht geschafft haben einen einzige Massendemo in einem WEST Europäischen Staat oder den USA zu organisieren. „Not in my name“ ist ein Feigenblatt. Ich will 100.000e sehen, besser Millionen.

    NICHTS

    Mein Verdacht ist, dass es eine klammheimliche Freude und Zustimmung bei einem großen Teil der „friedlichen“ gibt, streng nach der Logik: „der Westen hat (zumindest) Mitschuld“.

    Es ist vollkommen richtig, dass wir vor den Scherben 150jähriger Hegemoniealpolitik stehen, Afrika steht in den Startlöchern!!!

    Das ist die moderne Völkerwanderung. Die Geschichte zeigt, dass das eine kaum zu lösende Aufgabe sein wird.

    Eine modere epische Schlacht wie vor Wien; das ist das Szenario der Abschotter. Der Denkfehler ist nur: „diese Schlacht kann man nicht gewinnen“

    Daher müssen visionäre Lösungen her. Dazu gehört auch die Absetzung der korrupten Potentaten die fast ganz Afrika regieren und den Großteil der Schuld laden. Wie das zu erlerledigen ist? Keine Ahnung.

    Fest steht, dass wir, sehr schnell, ein starkes geeintes Europa brauchen. (Fiskakisch, militärische, polizeilich und politisch). Demokratisch DIREKT legitimiert.
    Weg von der Renaissance der Nationalstaaten (eh. Osteuropa).

    Es bedarf tiefgreifender und nachhaltiger Maßnahmen.

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