Pornographischer Islamismus 2

Kamel Daoud hat – in völliger Übereinstimmung mit dem DREYZACK– noch einmal nachgelegt und seine These vom sexuellen Elend der islamischen Welt bekräftigt. Dabei parallelisiert er in der NEW YORK TIMES zwei markante Pfeiler der islamischen Ideologie: Sex und Tod. Das ehrwürdige Paar Eros und Thanatos in morbid pervertierter Gestalt. Sex ist überall – und allgegenwärtig nach dem Tod. Überall im Diesseits wütet er in den Köpfen und Genitalien, darf aber außerhalb der Ehe nicht gelebt werden – dafür ist das Paradies wahrlich ein  „Garten der Lüste“. Der Weg zum Orgasmus, so Daoud, führt über den Tod, nicht über die Liebe. Wie kann ich ein Wesen, die Frau, die ich verachte, ja hasse – auch lieben? (An dieser Stelle nehmen wir den Pauschalisierungsvorwurf gern entgegen).

Die gewaltige Zahl der täglichen Suizid-Bomber legt den Verdacht nahe, daß heute nicht „gemäßigte“ Muslime, sondern sog. „Islamisten“, die Ultraorthodoxen unter den Muslimen, das Monopol über das sexuelle Narrativ haben. Die sich als „Märtyrer“ verstehenden jungen Männer sehen keinen anderen Weg zu den Frauen als durch den Tod hindurch. Mit einiger Anstrengung kann der Beobachter solcher Handlungen sich die ungeheure Not vergegenwärtigen, die die rigide Geschlechterapartheid, die Verschleierung,  die kulturelle Kastration durch religiös begriffene und mit schweren Strafen bewehrte Tabus hervorrufen.

Das Neue und Beängstigende an der sich ausbreitenden mörderischen Suizid-Epidemie ist, daß der radikale dschihadistische Islam zunehmend an Einfluß gewinnt und für die jugendlichen männlichen Massen zum „eigentlichen“, zum „reinen“ Islam, zum Islam im Geiste des Propheten wird. Die sexuelle Komponente erweist sich als Treibstoff einer neuen, körperlichen Kategorie jenseits dessen, was einst der geistige „Glaube“ allein zu leisten hatte. Was den Soldaten schon in den Weltkriegen und dann in Korea und Vietnam die Droge war, ist im Dschihad die Hodentätigkeit (Testosteron als LSD-Substitut) mitsamt den von ihr hervorgerufenen Bordell-Phantasmen. Das Ganze ist so widerlich wie es klingt und nicht den Beobachtern und Kritikern einer Religion anzulasten, die in ihrer gegenwärtigen Verfassung „Kulturleistungen“ kaum hervorzubringen vermag, dafür in IS-Gestalt den Bereich des Unmenschlichen bis an die äußersten Grenzen auszuloten versucht. – „Köln“ war kein singuläres Ereignis. Wer Symptome zu deuten versteht, kennt die Krankheit. Kamel Daoud hat sie benannt.

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