Rotherham – Köln

Es gibt mindestens 1400 Opfer in Rotherham, der nordenglischen Industriestadt: weiße minderjährige Mädchen, Kinder noch, die Opfer ungeheuerlicher Verbrechen wurden. Sie wurden zwischen 1997 und 2013 mißbraucht, vergewaltigt, zwangsprostituiert, gefoltert, ohne daß jahrelang jemand – etwa staatliche Instanzen – helfend und rettend einschritt.http://www.faz.net/aktuell/politik/missbrauch-in-rotherham-stadt-des-schweigens-13434501.html#/elections  In den aktuellen Tageszeitungen hierzulande ist etwa über die Ursachen des Nicht-Einschreitens das Übliche zu lesen zu lesen: „… eine Kultur der Wegschauens, die Sex-Skandale bei der BBC, im britischen Parlament, in der katholischen Kirche“ (GENERALANZEIGER BONN). Da hat zwei Monate nach Köln die Schere im Kopf des Redakteurs wieder mal politisch korrekt gearbeitet.

Die Täter waren pakistanisch-britische Muslime, sog. „Grooming Banden“, Einwanderer der zweiten oder dritten Generation, die gerade in Nordengland hervorragend arbeitende Netzwerke betreiben, in denen auch Menschenhandel floriert. Als die Verbrechen nicht mehr zu beschweigen oder zu verschleiern waren, hieß es in einem offiziellen Behörden-Bericht 2013, „die Verbrechen hätten ‚kulturelle Eigenschaften‘, welche im Hinblick auf die Diversity vor  Ort ‚heikel'“ seien. Der Friede zwischen den Ethnien war also heiliger als das Schicksal der Mädchen, die häufig aus prekären Verhältnissen kamen. Dazu Wikipedia: „Obwohl von der Mehrheit der Täter bekannt war, daß sie asiatischer oder pakistanischer Herkunft sind, beschrieben sich mehrere Mitarbeiter von Behörden als ’nervös‘ hinsichtlich der Ermittlung der ethnischen Herkunft der Täter – aus Angst davor, daß sie als Rassisten angesehen werden könnten. Andere erinnern sich an klare Anweisungen von ihren Vorgesetzten, solch ethnisch bezogenen Angaben nicht vorzunehmen.“ In den englischen Moscheen spricht man von einem „neuen Phänomen innerhalb der asiatischen Gesellschaft“. Eine der typischen Abwehr-Rhetoriken der Muslime, wenn sie etwa nach Terror-Anschlägen  Farbe bekennen sollen: Ausnahme Täter, keine „wirklichen“ Muslime, zeitlich begrenzt, nicht repräsentativ, kein „Generalverdacht“ bitte etc. Seit 20 Jahren mindestens waren die „neuen Phänomene“ zu beobachten. Daß der Islam solche Taten „verbietet“, wird zudem etwa in deutschen Talkshows von Vertretern des Islam nicht selten als Beleg dafür vorgebracht, daß sie gar nicht passiert sein und die Täter keine Muslime sein könnten.

Das Klischee vom braunen oder schwarzen Mann, der seinen Trieb an der weißen Frau abarbeitet, ist zwar ein Klischee, aber weil es nicht sein darf, wird eine immer wieder mal dem Klischee folgende Wirklichkeit zur nicht existierenden erklärt (sog. „Palmström-Syndrom“: weil nicht sein kann, was nicht sein darf) und die Opfer in Kauf genommen. Erschwerend kommt hinzu, daß in Rotherham Briten mit Migrationshintergrund die Verbrechen begingen. Die kann man nicht einfach ausweisen. So weit ist der Status der Kölner Täter und ihrer Nachfolger  noch nicht gediehen, und vielleicht greift eine höhere Vernunft ein, dies zu verhindern. Mit der zweiten oder dritten Generation hätten wir mehr Probleme, sollte es nicht gelingen, das Entstehen von Parallelgesellschaften zu verhindern. Daß dies gelingen könnte,  muß in Zweifel gezogen werden. Zu fest und unersetzbar sitzt der kulturelle Kern, der ein archaisch-patriarchalisches  Geschlechterbild als heiligsten Besitz kultiviert, in den Köpfen – nicht nur der Männer, auch der Mütter von Söhnen.

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