Islamophobisches

Von wem stammt dieser Text: „Sexhungrige barbarische Männer erregen sich in pakistanischen Moscheen ganz offen, wenn von den ‚Jungfrauen‘ die Rede ist, die ihnen nach dem Tod zufallen, an der lebhaften Beschreibung ihrer Brüste, Haare und ihrer Haut. Sie rechtfertigen sich damit – ganz ähnlich wie arabische Männer -, daß eine Frau, die ihr Haus verläßt, ‚wünscht‘, vergewaltigt zu werden“?

Klar – er stammt von einem durchgeknallten islamophoben europäischen Mann, der seine perversen Sex-Phantasien gegen alles Fremde richtet, weil er es als bedrohlich empfindet und sich noch daran aufgeilt. Zumindest von jemand, der keine Ahnung vom Islam hat, den Koran nie las, vielleicht noch niemals einem Muslim begegnet ist und nichts anderes will, als Pegida unterstützen und möglichst viele Ratten ihren Fängern zutreiben. Von einem zumindest, der nicht, wie einige Hashtag-Feministinnen, davon ausgeht, daß die Kölner Ereignisse nichts anderes waren als eine Art rheinisches Oktoberfest mit den üblichen Begleiterscheinungen.

Falsch. Er stammt von einer 33jährigen pakistanischen Journalistin, Meera Jamal, die dem Grauen, das der Islam in ihrer Heimat für Frauen bedeutet, nach Europa entfloh,  die wie Ayaan Hirsi Ali zur Atheistin wurde und jetzt fürchtet, zwischen zwei Mühlsteine zu geraten – weil man ihr ansieht, woher sie stammt. „Ich fürchte mich vor arabisch aussehenden Männern und bin mir gleichzeitig schmerzhaft bewußt, daß die Situation und die Welle der Furcht vor Flüchtlingen sich gegen uns (die Migrantinnen) wenden können“, schreibt sie in der SÜDDEUTSCHEN.

Eine Innenschau wie die von Hamed Abdel-Samad, dem Ägypter, die alle die zum Nachdenken bringen sollte, die den Zustrom hunderttausender „sexhungriger Männer“ meinen vernachlässigen zu dürfen, die also die Gender-Dimension des Problems aus Gründen vielfacher Tabus nicht wahrhaben wollen – so drastisch „Köln“ ihnen dies vor Augen führte. Wenn man analytisch denkt, erkennt man darin eine klammheimliche Komplizenschaft innerhalb des monotheistischen Männerbundes, der zwar im christlichen Abendland seinen Frauenhaß nicht so offen zur Schau trägt wie zu Zeiten des Hexenwahns, der sich aber, wie die männlichen Muslime, latent bedroht fühlt von der sexuellen Macht, die Frauen über Männer haben können. Nicht nur in islamischen Ländern Afrikas und des Nahen Osten werden deshalb Mädchen sexuell verstümmelt; noch im England des 19. Jahrhunderts „befreite“ man Mädchen von der teuflischen Klitoris, um sie vor der gefährlichsten  aller Krankheiten, der Masturbation, zu bewahren.

Zwar kennt der Islam die vom Kirchenvater aller Kirchenväter, von Augustinus, erfundene Erbsünde nicht, aber diese Sünde ist nichts anderes als die sexuelle Lust, durch die jene unentrinnbare Sünde, glaubt man Augustinus, wie AIDS oder die Syphilis per Geschlechtsverkehr verbreitet wird. Der Islam, sozusagen im augustinischen Geist, verbietet den außerehelichen sexuellen Kontakt zwischen den Geschlechtern streng, trennt Männer und Frauen rigid im öffentlichen Raum und erzeugt so jene grabschende, Obszönitäten zischende, nach Vergewaltigung dürstende jugendliche Männlichkeit, die nicht nur in pakistanischen Moscheen sondern überall in der islamischen Welt alltäglich zu beobachten ist. Dieses Bild ist nicht drastisch und (für Frauen) schreckenerregend genug auszumalen. Schließlich haben die Frauen dort begriffen: „Sie hassen uns“. Aber sie können dem Haß nicht entrinnen – außer durch Flucht in die Länder der Ungläubigen.

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