Äpfel und Birnen

Beide soll man bekanntlich nicht miteinander vergleichen, obwohl beide Obst sind. Wenn die islamische Sexualmoral der Apfel und die christliche die Birne wäre, so wäre eine Zurechnung beider zum Obst frommer Sexualfeindlichkeit als generalverdächtigend zurückzuweisen. Sagen die Verteidiger des christlichen Abendlandes. Wenn oberflächliche Übereinstimmung (Stichworte: sexuelle Belästigung, Nötigung, Vergewaltigung) auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz und im Pensionat der Regensburger Domspatzen (oder in Hildesheim, in Wien, in Dublin, in den USA, in Polen oder sonst in katholischen Einrichtungen) beobachtet werden sollte, so wäre diese Übereinstimmung zu vernachlässigen, nicht nur weil die Opfer in einem Fall weiblich, im anderen überwiegend männlich sind.

Wenn nun wider alle christliche und islamische Tradition der DREYZACK behauptet, es gäbe keine wesentlichen Unterschiede, dann muß er das irgendwie belegen. (Vorausgesetzt werden sollte immer die triviale Tatsache, daß Jesus weder „Christ“ noch, wie im Koran behauptet, Muslim war, daß er also auch die christliche Sexualmoral nicht kannte und sein Umgang mit Frauen wahrscheinlich kein dominant-patriarchalischer war).  Sowohl die Kirchenväter wie Mohammed gehen davon aus, daß das irdische Leben nur eine miese schattenhafte Vorstufe des eigentlichen Lebens im Paradies ist. Beide glauben auch an die Ewigkeit der Höllenstrafen. Wahr ist allerdings, daß der Islam so etwas wie die (lt. Augustinus geschlechtlich vererbte) Erb-Sünde nicht kennt und ein quasi „natürliches“ Verständnis von der männlichen Sexualität hat: Männer haben sexuelle Bedürfnisse und Frauen sind dazu da, zu deren Erfüllung beizutragen. Allah erklärt den Männern, „daß er euch von euch selber (Rippe) Gattinnen erschuf, daß ihr ihnen beiwohnet“ (Sure 30, 21). Das klassische weibliche Sexualobjekt. Gemeinsam ist Muslimen und Christen aber die nachgerade panische Angst vor dem individuellen (seelischen) und gesellschaftlichen Chaos, das seine Ursachen im Sexualtrieb hat.

Um dem vorzubeugen, empfiehlt die islamische Tradition die strenge Geschlechterapartheit und das Unsichtbarwerden der Frau im öffentlichen Raum. Augustinus rät zu einem anderen Weg aus dem Dilemma zwischen angeborenem Trieb und zu vermeidendem Chaos (bzw. Sünde): Enthaltsamkeit. Sie ist, das wußte schon Paulus, nicht jedem Adam-Nachkömmling zuzumuten. Deshalb wird als eine spezielle Form der Enthaltsamkeit die Ehe angeboten. Sex nur in der Ehe wird für beide Religionen zum ehernen Gesetz. Heiraten kann aber nur, wer in der Lage ist, eine Familie zu ernähren. Das sind viele nicht. Hinzu kommt im Islam, daß jeder bis zu vier Frauen heiraten darf, was bei einem zahlenmäßigen Gleichgewicht der Geschlechter zu einer Zwangs-Enthaltsamkeit unendlich vieler Männer führt. Also müssen sie, wollen sie nicht gegen das Gesetz verstoßen, gegen ihren Trieb leben. Ebenso ergeht es nach Einführung des Zölibats den christlichen Priestern. Wohin aber mit dem Angestauten? Ab ins große Gefäß der Verdrängungen und Selbstquälereien!

Jetzt eine für viele vielleicht allzu kurzschlüssige Wendung: Mit dem Trieb ist es wie mit dem Wasser. Er sucht sich seinen Weg: In die Krankheit, die Neurose, die Gewalt. Seit Freud haben wir für diese Vorgänge eine ziemlich konsistente Theorie. Die hatten die Kirchenväter, hatten Paulus und Mohammed nicht. Origines, einer der prominentesten Kirchenväter, kastrierte sich. Konsequent! Mohammed hatte immerhin einen umfangreichen Harem. Er war ja auch der Gesandte Gottes und mußte irgendwie belohnt werden. Allah ließ sogar entsprechende Suren herabkommen. Die frommen Männer in Regensburg, unter Aufsicht des Papstbruders Ratzinger und des späteren Kardinals Gerhard Ludwig Müller, hatten ganze Schlafsäle voller knackiger Knabenhintern und -pimmel zur Verfügung. Wer mag heute beurteilen, welches schattenhafte Leben all dieser Männer das lustvollste war?

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