Pauschal und generell

Der maskuline“Generalverdacht“, der wunderbar geeignet ist, Argumente zu erwürgen, hat ein feminines Pendant: die „Pauschalisierung“. Beide werden, den akzeptierten Regeln des öffentlichen Diskurses zufolge (etwa in Talkshows), vor allem Flachköpfen, Dumpfbacken oder Bösmenschen zugeordnet, die entweder aus Dummheit oder aus Diskriminierungswahn oder weil sie in der AfD sind sich pauschaler Verdächtigungen von Gruppen, Ethnien oder ganzer Geschlechter bedienten. – Der DREYZACK gesteht, daß auch er sich immer wieder einmal solcher Pauschalisierungs-Methoden schuldig macht. Kann das gerechtfertigt werden?

Beispiel: Ist es eine General-Verdächtigung, in allen Muslimen Muslime zu sehen? Wohl ist es eine tautologische Generalisierung. Jeder einzelne Muslim, er mag so einmalig sein wie er will, ist Muslim als Angehöriger einer Gruppe. Wenn er aber Muslim ist, hält er den Koran für Allahs Herabsendung an die Menschheit – eindeutig, ewig, uninterpretierbar. Der Koran verhält sich zu Allah wie Christus zum christlichen Gott. Was bei den Christen der herabgesandte Sohn, ist bei den Muslimen das Buch als unmittelbares herabgesandtes Wort. Darin steht, daß Frauen, mit dem Mann verglichen, minderwertig sind, daß sie ihm zu gehorchen haben und jeder Zeit, wenn sie ihm nicht gehorchen, wenn sie störrisch sind,  wenn sie etwa zum spontanen Beischlaf gerufen werden, daß sie dann bestraft werden dürfen. Nun glauben wir nicht, daß alle Muslime so rabiat umgehen mit ihren Frauen, aber wenn sie qua Muslime ihrem Gott gehorchen wollen, sollten sie es tun. Der Generalverdächtiger vermutet also bei frommen Muslimen zumindest gegebenenfalls eine Bereitschaft, ihre Frauen (um es milde auszudrücken) zu behandeln wie unmündige, unartige Kinder, wo auch ein Klaps bekanntlich nicht schadet. Er geht wohlgemerkt nicht davon aus, daß jeder einzelne männliche Muslim „generell“ sich so verhält.

Es gibt nun für vernunftbegabte Wesen die Wahl zwischen der Methode, nur über einzelne Dinge, Menschen, Christen, Muslime etc. zu reden, wie es die  Menschheit vielleicht in ihren allerfrühsten  Anfängen tat, oder die beobachtete Welt in Ähnliches, Verwandtes, in Gruppen, Kategorien etc. aufzuteilen, um sie zu ordnen und sich in ihr zu orientieren. So ist auch das entstanden, was heute als „Rasse“ ein verbotener Begriff ist. Die Verbieter meinen, mit „Rasse“ sei immer eine Wertung verbunden, was natürlich Unsinn ist. Zwar stammen alle heute lebenden Menschen von dem einen afrikanischen Stamm Homo sapiens ab, aber sie haben sich durchaus in ihren jeweiligen Umwelten verschieden entwickelt, sogar äußerlich je nach Sonneneinstrahlung. Ursprünglich waren alle schwarz. Irgendwann wanderten sie in sonnenärmere Gegenden aus und fingen  an, Götter zu erfinden. Dann vergaßen sie, daß sie diese erfunden hatten, hielten sie für real – und die Gemetzel der „Anderen“ mit ihren anderen Göttern begannen. Die ganze Geschichte hindurch ging das so. Die verschiedenen Götter heute historisch-kritisch abzuleiten, zu unterscheiden und zu kritisieren, weil sie etwa Frauen diskriminieren oder das Händeabhacken und Steinigen befehlen, kann aber wohl schwerlich als „Rassismus“ oder „phobisch“ gebrandmarkt werden und ist eher ein Beitrag zur Befriedung. „Rassismus“ in inflationärer erweiterter Form entspricht etwa dem, was die 68er „faschistoid“ nannten. Er bezeichnet alles, was wir, die Nicht-Faschisten, die Nicht-Rassisten, ablehnen.

So funktioniert natürlich keine halbwegs rationale Diskussion. Aber letztlich kann sie auch nicht funktioniern, weil das Nachdenken über Wörter und ihren Gebrauch jede Auseinandersetzung im Netz und im Fernsehen, wo es ums verbale Draufhauen geht, überfordert. Trotzdem oder gerade deshalb bleibt der DREYZACK bei seiner islamophob-rassistischen Linie.

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