Generelle Verdächtigung

Der Begriff „Generalverdacht“ (im Verein mit „Islamophobie“ und „Rassismus“) dient Politikern und Institutions-Vertretern als verbale Abwehrgeste gegenüber Tabu-Angreifern dazu, moralisch einzuschüchtern und das jeweils wackelnde Tabu zu stärken. Im Diskurszusammenhang soll es die eigene Argumentations-Schwäche kaschieren. Der Begriff entbehrt der argumentativen Folgerichtigkeit, wenn er dem Gescholtenen vorwirft, die Beschreibung etwa des islamischen Geschlechter-Verständnisses enthalte die Unterstellung, alle Muslime seien potentiell bereit, Frauen zu vergewaltigen. Daß sie, wenn sie denn gläubig sind, Frauen verachten, ist nicht zu leugnen.  Damit folgen sie nur ihrem Gott und ihrem Propheten, aber auch allen monotheistischen Normen und den Vorstellungen etwa der Katholischen Kirche. Frauenverachtung ist eine zentrale Säule so gut wie aller Religionen seit der Antike, also kein muslimisches Alleinstellungsmerkmal. Den Unterschied macht aber, daß die gläubigen Muslime heute noch ihren Gott beim Wort nehmen, wofür sie von christlichen Vertretern ihrer Kirche nicht selten gelobt werden. Wenn Allah sagt „Schlagt sie!“ sind sie zur körperlichen Gewalt gegen ihre ungehorsamen Frauen verpflichtet. Von Pflicht zur Vergewaltigung spricht Allah zwar nicht, aber vom Recht der Männer, unabhängig vom Wunsch und Willen der (Ehe-)Frauen, diese jederzeit zu „beackern“ (Sure 2/223). Wir nennen das „Vergewaltigung in der Ehe“.

Der DREYZACK, und nicht nur er, nimmt sich nun heraus, alle gläubigen, ihrem Gott gehorsamen Muslime für Frauenverächter zu halten, so wie er den katholischen Klerus  und der jüdischen Ultraorthodoxie der gleichen Einstellung verdächtigt. Und zwar „generell“. Wer stets Genesis 2 (Er schuf erst Adam und entnahm Eva der Rippe Adams) zitiert statt Genesis 1 (Er schuf sie als Mann und Weib), wenn es um die Erschaffung des Menschen geht, muß sich den Generalverdacht gefallen lassen.

Es ist sogar angemessen, alle Männer als potentielle Vergewaltiger zu verdächtigen, denen nur entsprechende Zivilisation und Sozialisation diesen „Trieb“ quasi abtrainiert. Die Franzosen und Philosophen wie Marx messen sogar den Stand einer Zivilisation an der Art des Umgangs mit den Frauen. Je gleichberechtigter, um so höher das Zivilisationsniveau. Mißt man den Islam daran, wird es düster. Die auf den Straßen und Plätzen nicht nur orientalischer Städte herumwankenden schwarz verhüllten gesichtslosen Gestalten („Ich“ =  Gesicht) sprechen eine deutliche Sprache. Der ichlose, unsichtbare weibliche Mensch wird zum Inbild einer zugleich sexbesessenen wie sexualphobischen (zwei Seiten einer Medaille) Kultur. Saudi-Arabien und der IS zeigen nur die radiale Ausprägung dieser Kultur. Keinesfalls sind sie Abweichungen. „Das hat mit dem Islam nichts zu tun“ gilt nur für Ignoranten, zu denen in großer Zahl auch deutsche Politiker gehören..

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